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Appell für ein Verbot privater Waffen

no_pistol_mauserDer Amoklauf von Winnenden sollte Konsequenzen haben, sagten unsere Politiker. Herausgekommen ist dabei ein fragwürdiges Verbot von Paintballspielen, das trotz anders lautender Bekundungen leider immer noch Gegenstand der aktuell diskutierten Waffenrechtsverschärfung ist.

Die Hinterbliebenen haben nicht ohne Grund in einem offenen Brief als ersten und wichtigsten Schritt die Zugangsbeschränkungen zu Waffen für junge Menschen gefordert. In einem lesenswerten Artikel auf der Süddeutschen berichtet  Mick North, der seine Tochter vor 13 Jahren bei einem Schulamoklauf verloren hat, über die Folgen dieses kaum fassbaren Ereignisses.

Einer der ersten Gedanken der Familien in Dunblane damals war, dass wir keinem wünschten, das durchzumachen, was uns widerfahren war. Innerhalb von ein paar Wochen hatten wir eine Kampagne für das Verbot des privaten Besitzes von Faustfeuerwaffen gestartet. Dieser Kampagne war Erfolg beschieden. 1997 wurden zwei Gesetze verabschiedet, die gewährleisten, dass es mit sehr wenigen Ausnahmen nicht mehr erlaubt ist, Faustfeuerwaffen zu besitzen. Seither hat es in Großbritannien keinen Amoklauf mehr gegeben. (aus SZ)

Ich möchte kein sinnloses populistische Verbot für Paintballspiele, ich möchte dass die Politik aus dem Amoklauf in Winnenden endlich die richtigen Konsequenzen zieht: ein umfassendes Verbot für den privaten Waffenbesitz! Es ist eine schlichte Forderung und dieses Verbot dient dem Schutz unserer Kinder.

Es mag erstaunen, aber auch als liberaler Mensch ist die Einsicht in Verbote vorhanden. Wenn mit einem Verbot Schaden von unseren Kindern abgewendet werden kann, unterstütze ich das selbstverständlich. Ich bin gegen eine falsche Freiheit, wie dies unsere Waffenlobby und unsere Politiker propagieren. Viele andere nicht nachvollziehbare Verbote, wie das Verbot von Paintballspielen, lehne ich weiterhin ab.

Lesenswerte Links zum Thema:

  • Die Waffen sind das Problem
  • [15.06.09] “Ein Lehrstück in Lobbyarbeit”
  • [19.06.09] Ziel verfehlt
    Nach dem Amoklauf von Winnenden wollte die Bundesregierung das Waffenrecht verschärfen. Eigentlich. Denn der Protest der Schützenlobby hat Wirkung gezeigt. Verabschiedet hat der Bundestag nun ein mildes Reförmchen, das das Gegenteil des ursprünglichen Ziels bewirkt: Die Waffenfans dürfen sich stärker denn je fühlen.
  • [19.06.09] Bundestag billigt verschärftes Waffenrecht
    Im Eilverfahren hat der Bundestag das nun schärfere Waffenrecht verabschiedet. In der Folge wird ein elektronisches Waffenregister für ganz Deutschland eingeführt. Zudem wird die Altersgrenze für Großkaliberwaffen erhöht. Zum ursprünglich vorgesehenen Verbot von Kampfspielen wie Paintball kommt es nicht.


24. Mai 2009 von stillewasser | Kategorie Medienkritik Politik
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1 Antwort zu “Appell für ein Verbot privater Waffen”


  1. 25. Mai 2009 um 11:39

    Das unterschreibe ich mal eben.

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