Europa wirft die Notenpresse an
Nanu, fast hätte ich nicht mehr damit gerechnet. Seit dem 18. März setzt Helikopter-Ben im Kampf gegen die Finanzkrise das innovative Mittel des quantitative easing ein. In altmodischen Worten augedrückt wird durch den Aufkauf von Staatsanleihen nichts anderes gemacht als die Notenpresse angeworfen. Die EZB brauchte etwas länger um die Euro-Druckmaschinen auszumotten, aber nun ist es soweit, auch Europa wirft die Notenpresse an.
Das Drucken von frischem Geld ist auch notwendig, denn Amerika benötigt nach dem Stress-Test der amerikanischen Banken weitere 75 Milliarden Dollar, um für die kommenden Belastungen der Wirtschaftskrise gerüstet zu sein. Die Financial Times Deutschland sieht in dieser Aktion daher nur ein schmuddeliges Vorspiel vor der eigentlichen Krise.
[update] Der unerwartet niedrige Kapitalbedarf der amerikanischen Banken ist wahrscheinlich auf ein Geheimabkommen zurückzuführen, der tatsächliche Bedarf scheint weitaus höher zu liegen. [/update]
[update] Die EZB wendet ein elegantes Verfahren des Gelddrucken an, die Finacial Times hat die Methode als “quantitative pleasing” bezeichnet. Die EZB nimmt als Sicherheit für Kredite toxische Papiere an und fungiert für die Banken als legale Geldwaschanlage für wertlose Finanzprodukte. [/update]
[update] Kaum verwunderlich, aber dennoch erschreckend. im Grunde übernimmt die EZB im europäischen Finanzsystem bereit schon länger die Funktion einer bad bank. [/update]
7. Mai 2009 von stillewasser |
Kategorie Finanzkrise
Schlagworte Bad Bank Ben Bernanke EU EZB Notenpresse quantitative pleasing













