Die EU wandelt auf den Irrwegen des IWF
Die EU sollte eine Solidargemeinschaft sein, gerade in Krisenzeiten wie diese ist Solidarität ein nicht zu unterschätzendes Gut.
Lettland und Rumänien, die heftig von der Finanzkrise getroffen wurden, erhalten aus den Töpfen der EU Nothilfen in Mlilliardenhöhe. Es wäre eine gute Nachricht, die ein erfolgreiches funktionieren der EU demonstrieren würde, wenn man nicht auf das Kleingedruckte in den Hilfsmaßnahmen achtete. Die Kreditvergabe ist nämlich an strenge Sparmaßnahme geknüpft, um “weitere Folgen der Finanzkrise” für die finanzschwachen Länder zu vermieden.
Diese Logik ist schlichtweg Irrsinn!
Alle krisengeschüttelte Staaten, gerade die USA und die EU, haben gemäß der ökonomischen Theorie von Keynes die Krise mit Rettungspacketen und Konjunkturprogrammen entgegengewirkt und somit eine bisher einmalige Steigerung staatlicher Ausgaben, die nahezu vollständig schuldenfinanziert wurde, bewirkt. In solchen Krisenzeiten muss der Staat Schulden machen, die von der EU geforderten Sparmaßnahmen für die notleidenden EU-Länder wirken also krisenverschärfend! Diese Erfahrung hat übrigen der IWF während seines Krisenmissmanagements in der Asienkrise bereits erfolgreich demonstriert.
Die starken Länder der EU gönnen sich einen kräftigen schuldenfinanzierten Schluck, während die armen Länder der EU kaputtgespart werden - das nenne ich mal eine schöne Solidargemeinschaft! Ich frage mich erntshaft, wie die EU die kommenden innereuropäischen Spannungen ausshalten wird.
Lesenswerte Links zum Thema:
- [30.07.09] Baltikum am Boden
Nach dem Boom: Kaum noch Rente, Hungergehälter für Staatsdiener, hohe Schuldenlast: Lettland zerfetzt soziales Netz für Kredite gegen Staatsbankrott. - [11.08.09] Kreditrating: Lettland und Litauen erneut herabgestuft
28. Juli 2009 von stillewasser |
Kategorie EU Finanzkrise Wirtschaftskrise
Schlagworte Baltikum IWF John Maynard Keynes Lettland Rumänien













