Ferkeleien des Familienministeriums
Vor einiger Zeit schlug das Kinderbuch “Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel” hohe Wellen. Dieses religiöses Kinderbuch sollte auf Wunsch des Familienministerium indiziert werden. Verblüfft kommentiert der Autor die Anschuldigungen:
Fassungslos habe er zur Kenntnis genommen, sagt Nyncke, dass die Antragsteller in dem Handgemenge zwischen den streitenden Gottesdienern ausgerechnet dem Rabbi Mordabsichten unterstellten, diese aber weder beim Bischof noch beim Mufti zu entdecken glaubten. Eine so offensichtliche Projektion der eigenen vorurteilsgeprägten Sichtweise auf eine ganz anders gemeinte bildliche Darstellung sei „an Peinlichkeit kaum noch zu überbieten”. [..]
Möglicherweise habe „die verantwortliche Referentin des Familienministeriums in Ausübung ihrer beruflichen Pflichten zu viele Gewaltvideos angeschaut”, meint Schmidt-Salomon. Andernfalls könne er sich kaum erklären, warum die Jugendschutzreferentin fantasiere, dass der Rabbi „einem Vertreter des christlichen Glaubens eine Schriftrolle auf den Mund drückt und ihn zu ersticken droht”, wie es in dem ministerialen Schreiben heißt: „Also ehrlich: Den Unterschied zwischen einer harmlosen Rauferei und einem Mordversuch sollte man doch schon erkennen können! Nebenbei: Haben Sie schon einmal versucht, einen Menschen mit einer dünnen Papierrolle zu ersticken? Wenn Ihnen das gelingen sollte, melden Sie sich doch bitte bei Uri Geller!”
Natürlich müssen unsere Kinder möglichst früh an die Zensur im Internet herangeführt werden. Es ist unabdingbar, dass Kinderbücher, die aus Sicht der deutschen Leitkultur zu problematischen und selbst gefährdenden Interpretation führen könnten, ein Stoppschild verpasst bekommen.
(via zensiert)
13. Juli 2009 von stillewasser |
Kategorie Politik Zensur
Schlagworte Kinderbuch Religion
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