Die paranoid-querulatorische Steuerfahndung
Der Ruf der Steuerfahndung in Deutschland ist, dass sie gnadenlos den kleinsten Fehler in den Unterlagen aufspüren. Das Finanzamtes Frankfurt V, in dem Rudolf Schmenger arbeitete, standen eben in diesem Ruf, sie machten bei ihren Ermittlungen selbst vor den Vorstandsetagen der deutschen Hochfinanz nicht halt. Verfehlungen der Großbanken wurden aufgedeckt und die Banken mussten, wie jeder Normalsterbliche auch, die hinterzogenen Steuern nach zahlen. Die Fahndungstruppe hatte sich unter den Fahndern den Status von Stars erworben.
Im Sommer 2001 landete die Truppe einen ihrer größten Coops. Ihre erfolgreiche Arbeit bescherte der hessischen Landeskasse 250 Millionen Euro und dem Bundeshaushalt die stolze Summe von 1 Milliarde Euro an Steuernachzahlungen der Commerz- und Deutschen Bank. Ein großartiger Erfolg pflichtberwusster und kompetenter Staatsdiener. Doch der frankfurter Finanzminister hatte eine andere Auffassung zum forschen Vorgehen seiner Beamten. Plötzlich wurden neue Dienstanweisungen ausgegeben, die zur Strafvereitelung im Amt führen könnten, die Beamten wurden gemobbt und versetzt. Rudolf Schmenger wird mit einem psychiatrischen Gutachten pathologisiert und früh verrentet.
Eine Geschichte aus Deutschland im 21 Jahrhundert, dem Zeitalter des Feudalismus der Finanzelite. Rudolf Schmenger beschreibt es treffend mit den Worten:
»Werden wir erst dann wach gerüttelt, wenn wirklich einer der Betroffenen von der Brücke springt, weil er diesen Druck nicht mehr aushält? Das ist ja ein Vorgehen, das kenne ich eigentlich nur aus der Literatur, von totalitären Staaten.«
(via Kinder-Alarm)
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9. August 2009 von stillewasser |
Kategorie Finanzkrise Politik
Schlagworte Commerzbank Deutsche Bank Hessen Steuerfahndung Steuern YouTube
2 Antworten zu “Die paranoid-querulatorische Steuerfahndung”
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Anton Schuler
7. Oktober 2009 um 21:47Was hier in Deutschland pasiert ,in der politischen
Ebene CDU FDP beweist mal wieder dieser Bericht Mifia!!!!!!!!!!! -
stillewasser
7. Oktober 2009 um 23:45@Anton Schuler
Tja, vor allem drängt einem sich die Gewissheit auf, dass das nur die Spitze des Eisbergs ist













