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Diagnose: Kopfgeld

krankenwagenÄrzte verlangen pro kranken Kopf, den sie ins Krankenhaus einweisen, eine Prämie. Diese auf dem freien Markt üblichen Headhuntermethoden findet unsere Gesundheitsministerin Ulla Schmidt unangemessen und fordert alle möglichen ärztlichen Verbände und Organisationen auf, solche Praktiken so schnell wie möglich abzuschaffen. Ich kann aber wirklich nichts unanständiges an diesen Praktiken feststellen, die Ärzte versuchen nur das maximale Kapital aus der Krankheit ihrer Klienten zu schlagen. Es ist doch das erwünscht rationale Verhalten des medicus oeconomicus.

Was ist die besserwisserische Lehre aus dieser kleinen Geschichte? Führt rationales Verhalten zu unerwünschten und völlig irrsinnigen Konsequenzen, dann liegt das an den falschen Regeln, Konventionen und Anreizen des Systems. Und wer ist für die Gestaltung dieser Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen zuständig? Genau, die jammernde Ulla Schmidt!


1. September 2009 von stillewasser | Kategorie Neoliberalismuskritik Politik
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