Die waagrechten Türme
Die Terroranschläge vom 11. September jähren sich zum 8. mal. Die dunklen Trümmerwolken des einschlagenden Ereignisses verfinstern nach so langer Zeit auch heute noch den freien Himmel.
Auf diesen Akt des Terrors folgte eine gewaltige Reaktion der Supermacht mit seiner Koalition der Willigen. Im Krieg gegen den Irak ist diese kollaterierende Koalition bereits zerbrochen, selbst der siamesiche Pudel aus Großbritanien setzte sich bereits ab. Nur in Afghanistan wird die Mission ohne deutschen Sonderweg unbeirrt fortgesetzt - nicht ganz, denn im Gegensatz zur neuen, willigen Pudeldame ziehen die Niederlande und Kanada ihre Truppen ab.
Unwillkürlich muss ich diesmal bei der Erinnerung an die beiden brennenden Türmen an die zwei zerfetzten Tanklaster in Kundus denken. Ein merkwürdiger Kreis, der sich schließt. Zwei mal zwei berstende Türme, die Tod und Vernichtung verbreiten. Die Antworten auf die Frage, wer Opfer sein darf und Täter werden soll, wird immer verworrener - wie sie es im Grunde schon immer war. Die Bilder von 9/11 bleiben bunt, die aus Kundus sollen im unkritischen Schwarz-Weiß kommentiert werden. Dem Widerspruch darin wird widersprochen. Einseitige Trauer ist verordnet.
Zwei Türme stürzten ein
vor acht Jahren - fein
Medien bringen diesen Graus
in bunten Bildern bis nach Haus
Unserer Freihteit war bedroht
von Terror und dem Tod
alternativlos war die Wahl
zum Beenden dieser Qual
Wir agierten, und zwar sofort
mit Kriegen als Export
und begraben auf Brechen und Biegen
die Freiheit und den Frieden
11. September 2009 von stillewasser |
Kategorie Krieg USA
Schlagworte 9/11 Afghanistan Angela Merkel Terror













