Ex-Exportweltmeister
Die deutschen Exporte sanken im Weltwirtschaftskrisenjahr mit - 15,9 % so stark wie noch nie in unserer Nachkriegsgeschichte. Während wir noch die Festigkeit der Bodenbildung prüfen, sind die meisten asiatischen Länder wie Südkorea, deren Exporte im Januar um stolze 47,1 % gestiegen sind, bereits aus diesem Jammertal der Rezession gkletter. Jetzt dürfen wir uns Ex-Exportweltmeister nennen und reichen den begehrten Exportweltmeisterpokal zum ersten mal an China weiter.
Von diesem ehrwürdigen Titel für Ökonomiefetischisten kann man sich viel kaufen, besonders wir als Seriensieger von 2003 bis 2008. Für die ehrlich erworbenen Preisgelder haben wir uns immerhin einen ansehnlichen Haufen an Schrottpapiere andrehen lassen, um unseren Wasserkopf des Finanzsystems und nun auch die Bad Banks damit zu füttern. Darauf müssen wir einfach nur stolz sein, denn etwas anderes bleibt uns nicht.
Mal so ganz im Ernst: ich glaube, es hätte eine bessere Anlagestrategien gegeben, um sich auf den Exportweltmeisterlorbeeren mal wirklich ausruhen zu können. Zum Beispiel hätten wir in die Bildung und somit in die Zukunft unserer Kinder investieren können. Es wurde zwar immer vollmundig von unserem Politikelitariat angekündigt, aber getan haben sie wie immer nichts. Im Gegenteil, sie haben die Zukunft unserer Kinder schlicht und einfach verharzt.
Bildquelle: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden.
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10. Februar 2010 von stillewasser |
Kategorie China Elitariat Finanzkrise Neoliberalismuskritik Politik Wirtschaftskrise
Schlagworte Destatis Exportweltmeister
2 Antworten zu “Ex-Exportweltmeister”
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Petty
10. Februar 2010 um 09:43Was hat uns denn der Titel “Exportweltmeister” gebracht? Mehr Arbeitsplätze? Höhere Löhne? Bessere Arbeitsbedingungen?…
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stillewasser
11. Februar 2010 um 01:41Vielleicht den Titel: Exportweltmeister der Herzen













