Vietghan
“Die Supermacht unter der Führung ihres Friedensnobelpreiträgers Barack Obama hatte mit seiner neuen, genialen Strategie nichts anderes als Formel für den Frieden gefunden!
Mit einer in der amerikanischen Militärgeschichte größten Truppen- und Materialverlegung aus dem Irak nach Afghanistan wurden die Weichen für dieses historische Ereignis gestellt. In einem unvergleichlichen Durchmarsch mit erstaunlich wenig Kollateralschäden - ein toter Afghane ist immer ein Taliban
- wurde in kürzester Zeit das kriegsgeschundene Land befriedet. Der Aufbau einer Demokratie nach westlichem Standard stellte, dank der Begeisterung der wenigen Überlebenden, für den missionarischen Eifer des Westens keine Überforderung mehr da. Nicht nur das westliche Militär und die Politik fühlte sich, zu recht von diesem unvergleichlichen Erfolg berauscht, wie Götter auf dem Olymp der Globalisierung, auch die Afghanen erkannten in diesem siegreichen Krieg des Westens ein Gotteswerk und konvertierten freiwillig und geschlossen zum Christentum.
Der Leuchtturm der Freiheit und Demokratie erstrahlt am Hindukusch heller als zuvor versprochen!
Dieser unvergleichliche Triumph ist der moralischen, wirtschaftlichen und religiösen Überlegenheit der USA geschuldet, die das Militär erst zu ihrer durchschlagenden Wirkung verhilft.
Ohne die Koalition der Willigen wäre diese Herkulesaufgabe selbst für eine Supermacht nicht zu schultern gewesen. Ein besonderer Anteil an diesem grandiosen Sieg hat der wichtigste Verbündete im Afghanistankrieg: Deutschland! Nur unter der harten und unbeugsamen Führung der Kanzlerin ….”
So oder so ähnlich sind wohl die feuchten Träume unserer Kriegsmutti.
Bildquelle: Agenda 2013 von foudoc
Führen wir in Afghanistan einen Krieg - und jeder weiß im Grunde, dass dies nicht nur umgangssprachlich so ist - dann werden wir ihn verlieren! Mehr Soldaten führen zu mehr Blutvergießen - zu sonst gar nichts. Wir können die Probleme in Afghanistan nicht lösen, weil wir selbst Teil des Problems geworden sind. Viele der Missstände, wie Gewalt, Korruption, Drogenanbau, haben wir nach über acht Jahren nicht in de Griff bekommen und werden sie weiterhin nicht in den Griff bekommen, weil wir viel zu oft und viel zu tief in diese dunklen Machenschaften selbst verstrickt sind.
Was also tun? Den Irrsinn beenden, wie dies schon andere Nationen vor uns taten, und aus Afghanistan abziehen. Nicht sofort, aber geordnet.
Mensch, haben wir aus unserer Geschichte gar nichts gelernt?
Lesenswerte Links zum Thema:
11. April 2010 von stillewasser |
Kategorie Krieg Politik Satire USA
Schlagworte Afghanistan Angela Merkel Barack Obama Bundeswehr
3 Antworten zu “Vietghan”
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Bö
12. April 2010 um 18:03Zitat mein ehemaliger Geschichtsprofessor:
“Das Lustige an der Geschichte ist, dass man eben nichts daraus lernt. Warum das so ist, kann ich auch nicht sagen. Aber das dem so ist, steht fest.”
Ich habe ihn damals belächelt, aber recht hat er gehabt.
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stillewasser
12. April 2010 um 22:03@Bö
Dein Geschichtslehrer hat recht, leider.
Früher, als ich naiv war, hatte ich die Hoffnung, es könnte sich etwas ändern. So dumm war der Gedanke nicht einmal, denn es ging uns gut, zu gut, um das sinnlose Spiel der “Eliten” mit zu spielen. Das Problem haben sie jetzt gelöst, gründlich und nachhaltig. -
Tweets die SZenso » Blog Archive » Vietghan erwähnt -- Topsy.com
29. April 2010 um 10:26[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von SZenso erwähnt. SZenso sagte: #vietghan http://ow.ly/1×5MG [...]














