SZenso

unabhängig - medienkritisch - mit Spuren von Satire

Zurückbeis(s)en (1): Die Motivation des Geldes

zurueckbeissenIn einem lesenswerten Artikel verteidigt Marc Beise auf der Süddeutschen die Billiglöhner. Dies ist auch überfällig, denn beim Ausbau des Niedriglohnsektors wurde so einiges falsch kommuniziert. Der aktuelle Sicherheitsskandal auf dem Münchner Flughafen hat diesen Missstand schonungslos offen gelegt. Marc Beises Nachhilfe in Sachen Neoliberalismus ist daher überfällig. Insbesondere ein vermutliches Fehlverhalten der Billigsicherheitslöhner soll dem gewöhnlichen Fluggast und nichtsahnenden Terroristen seine Unschuld belassen haben. Wieso blieb eigentlich die in den Ausbildungsdrehbüchern beschriebene Schießerei aus? Wieso explodierte das als Bombe identifizierte Laptop nicht mit cineastischen Pyroeffekten bereits effektvoll im Scanner?


» Beitrag “Zurückbeis(s)en (1): Die Motivation des Geldes” weiterlesen


In eigener Sache: Happy Birthday :-)

Freeze TorteGenau vor einem Jahr habe ich diesen Blog eröffnet. Zur Feier des Tages habe ich die alte Freeze-Torte wieder aufgetaut, sie ist noch von der Happy-Freeze-Party zum einjährigen Bestehens der Kommentaröffnungszeiten der SZ übrig geblieben.
Was ging das damals hitzig her, als es hier ein Protestforum und noch keinen Blog gab. Die guten alten Zeiten eben. Ein wenig habe ich zu diesen Ereignissen in meinem allerersten Blogartikel “Du hast eine Meinung?” geschrieben.


» Beitrag “In eigener Sache: Happy Birthday :-) ” weiterlesen


Hilfe für Haiti

trauerIch kann nach meiner Urlaubspause nicht so einfach wieder mit dem Bloggen anfangen, wenn sich gerade auf Haiti eine menschliche Tragödie in einem unvorstellbaren Ausmaß abspielt. Die Berichte und Bilder über Tod und Leid sind apokalyptisch, die Folgen des verheerenden Erdbebens eine Katastrophe. Die Zahl der Toten wird 4 oder 5-stellig werden, die der Obdachlosen könnte 3 Millionen übersteigen. Grauenhafte Zahlen.
Es traf mit Haiti einen, wie es so schön heißt, failed state. Ein völlig verarmtes Land, das nur über rudimentäre staatliche Strukturen verfügte. Der UN-Einsatz MINUSTAH soll für Stabilität in dem geschundenen Land sorgen. Doch selbst diese spärlichen Strukturen sind durch die Gewalt der Naturkatastrophe verwüstet, der Regierungspalast ebenso wie das UN-Hauptquartier. Den Helfern steht fast keine Infrastruktur zur Verfügung, um vor Ort die lebensnotwendigen Hilfsgüter zu den Menschen zu bringen und die dringend benötigte medizinische Versorgung aufzubauen. Der Flughafen in der Hauptstadt Port-au-Prince‎ ist bereits völlig überlastet. Eines ist daher sicher, wenn die Katastrophe aus dem medialen Fokus verschwindet, wird das Sterben und Leiden in Haiti weiter gehen.

Für mich ist spenden ein Muss. Wer ebenfalls spenden möchte, kann eine SMS schreiben. Es ist einfach und geht schnell und die 5 Euro tun nicht weh. Wer traditionell überweisen möchte, findet bei tagesschau.de eine umfangreiche Spendenliste.

Lesenswerte Links zum Thema:


Satirische Wahlplakate (1): Taliban Edition

Der Offline-Wahlkampf ist einfach nur langweilig, nur im rechtsfreien Raum darf man sich austoben. Die folgenden Plakate entstanden für einen Schäuble-Remix Wettbewerb, zu dem Netzpolitik aufgerufen hat:

schaeubletalibaneditionangriffschaeubletalibaneditionbundeswehriminnern

Die Aktion verbreitete sich nicht nur rasend schnell, sondern löste einigen Wirbel aus: die Fotografin des Bildes wollte die Aktion aufgrund einer Urheberrechtsverletzung untersagen, sie zog aber ihre Androhung zurück. Weitere kreative Plakate zu dieser Aktion findet ihr auf flickr.


Bündnis für ein Sanktionsmoratorium

sanktionsmoratoriumDer Sanktionsparagraph 31 des Sozialgesetzbuches erlaubt bei einem so genannten Pflichtverstoß ­– wenn zum Beispiel ein Bewerbungstraining oder eine Arbeitsgelegenheit nicht genutzt wurde – die komplette Streichung der Leistung des Betroffenen für ganze drei Monate. Gegen diese mehr als fragwürdige Praxis hat sich ein breites Bündnis zusammen gefunden und ruft zu einem Sanktionsmoratorium auf.

Diese Art des Forderns geht eindeutig einen Schritt zu weit und daher unterstütze ich diesen Aufruf. Übrigens, der Aufruf kann auch online gezeichnet werden.


Dresden verliert Titel als Weltkulturerbe

dresdenIch drufte die eimalige Schönheit Dresdens des öfteren bewundern, gerne fuhr ich zu Freunden an die Elbflorenz. Den Streit um die Waldschlösschenbrücke konnte ich verfolgen. Jetzt ist es passiert, dank provinzieller Kultur- und Umweltpolitik verliert Dresden den Status als Weltkulturerbe.  Es ist nicht nur Schade,  es ist eine Schande. Aber dafür ist unser Wattenmeer Weltnaturerbe geworden.

Deutschland tauscht Kultur gegen Schlamm - das attestiert uns  die UNESCO.


Bildungsstreik

Aus der Politik ertönt gerade vor Wahlen das Mandra, “Bildung ist eine Investition in die Zukunft“. Ihren Anteil für diese lohnenswerte Investition bezahlen Studenten über Studiengebühren. Die Universitäten nehmen dieses Geld dankbar an und investieren es zum Beispiel in Überwachung. Nur die Qualität der Hochschullehre profitiert von diesen Zuwendungen am wenigsten, wie die aktuelle OECD-Studie belegt.

bildungsstreik

Gegen diese und viele weiter Missstände an Universitäten und Schulen richtet sich der Bildungsstreik 2009. Die Organisatoren ziehen zum Protestauftakt eine positive Bilanz.


Das Märchen der glücklichen McKühe

Die Fleichbeschauer von foodwatch habe die Produzenten von McDonalds unter die Lupe genommen. Das in Werbeprospekten versprochene Idyll einer kleinbäuerlichen Alm fanden sie nicht.


Zum 80. Todestag von Anne Frank

anne_frank_stampDer Leidensweg von Anne Frank gehört für mich zu den eindrücklichsten Schilderungen des Holocausts. Wie viele andere vor mir habe ich ihr Tagebuch in der Schule gelesen. Es ist die Nähe zu Annes Leben in ihrer kleinen, eingesperrten Welt, in die sie ihren Leser hinein zieht und ihn so zum Nachdenken über ihr tragisches Schicksal zwingt, das ihr Vermächtnis einzigartig macht. Mit den unschuldigen Worten einer Jugendlichen führt sie den menschenverachtenden Irrsinn der damaligen Zeit vor Augen.  Zurück bleibt die erschütternde Erkenntnis, sie war ein Mensch und noch auf der Suche nach ihrem Leben,  doch sie musste sterben, weil die damals herrschende Ideologie in unserem Land ihr das Lebensrecht absprach.

Anne Frank wäre heute 80 Jahre alt geworden.


» Beitrag “Zum 80. Todestag von Anne Frank” weiterlesen


Die geliebte Bundesregierung

mitlaeufer_250px_trans

Wir sollten, nein, wir müssen unsere Bundesregierung alle lieb haben! Wer allerdings noch eine emotionale Barriere zwischen sich und der Regierung verspürt, dem kann schnell geholfen werden. Für all die Politikempathielosen in unserem “Du-Bist-Deutschland“-Land gibt es die neue, emotional tragfähige Webseite: “die.geliebte.bundesregierung.in.der.schwatzbude.de”. Einfach mal vorbeischauen, die noch unbekannten Seiten der Politiklieblinge kennen lernen und die ganze Regierungsbande einfach lieb haben!
Wer möchte, kann auch an der Aktion “Erster bei Google” teilnehmen und diese Seite in Google pushen. Leider versteht Google keine Satire und die Seite, die zwischenzeitlich den 7. Platz erobert hatte, wurde jetzt im Googles Suchindex herabgestuft.


Aktionen


Ich habe diese Hornissen-, Tigerenten-, Mövenpick-, Sternschnuppen-, Taliberalen- Regierung nicht gewählt! Ganz, ganz ehrlich!!!

Macht mich also nicht verantwortlich für ...

  • ... die Kunduz-Vertuschung
  • ... das Finanz-Kasino
  • .. der aktiven Sterbehilfe am Gesundheitssystem
  • ... das Wachstumsmurksgesetz
  • ...
  • Schlagworte