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Schinken Puzzle

puzzleFleisch ist der alternativlose Rohstoff für unsere Wohlstandsbäuche. Gerne wird dabei verdrängt, dass heutzutage Fleisch industriell produziert wird. Die leider zur traurigen Gewohnheit gewordenen Skandale, wie Tiertransporte, Massentierhaltung oder Gammelfleisch, machen uns immer wieder auf die Schattenseiten unserer Fleischlust aufmerksam.

Jetzt hat der das NDR Magazin “Markt” einen neuen Fleischskandal aufgedeckt: Formfleisch!
Hm, was ist das? Das klingt doch eigentlich ganz harmlos. Besser verständlich und anschaulicher ist eine andere Bezeichnung: Klebefleisch! Der Industrie ist es doch tatsächlich gelungen, mittels des Enzyms Transglutaminase mehrere Fleischstücke zu einem großen Fleischstück zusammen zu kleben.
Es klingt unglaublich, aber das Magazin hat einen Test anhand der im Internet verfügbaren Anleitung des Herstellers erfolgreich durchgeführt. Der leckere Schinken “am Stück” kann sich ganz schnell als ein unsichtbares Puzzlespiel entpuppen, das einem den Appetit verderben kann.

Meine Mutter hat mir beigebracht, nicht mit dem Essen zu spielen. Die Fleischindustrie hat jedoch eine schlechte Kinderstube, sie experimentieren in ihren hochtechnisierten Laborspielplätzen, um aus dem Fleisch ein innovatives Produkt zu kreieren, testen dabei alle möglichen Grenzen aus - und das alles immer auf Kosten des Verbrauchers.

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Wir sind die Guten!

wikileaksDer moderne Krieg ist chirurgisch - medizinisch notwendig, er ist gerecht - nur die Bösen werden getötet, und er ist sauber - an den Händen der Soldaten klebt kein Blut. Der Zuschauer zu hause darf die Kriegsberichterstattungen der Medien ohne schlechtes Gewissen verfolgen. Unser militärisches Engagement für die Welt ist gut, richtig und alternativlos!

Das demokratisch legitimierte Töten setzt eine besondere Sorgfalt voraus. Strenge Regeln und Vorschriften wurden ausgearbeitet, auf ihre Einhaltung wird penibel geachtet und Verstöße registriert.

Wikileaks hat heute einen Lehrfilm westlicher Kriegsführung veröffentlicht, der an einem realen Beispiel zeigt, wie zwei Reuters-Journalisten, ein Verwundeter, zu Hilfe eilende Zivilisten und Kinder von einem amerikanischen Kampfhubschrauber unter Beschuss genommen werden. Später eintreffende Bodentruppen überfahren unter Gelächter eine der vielen umher liegenden Leichen.
All dies erfolgte nach Aussagen des amerikanischen Militärs streng nach den Einsatzregeln (”Rules of Engagement”) und ist somit per Definition eine saubere militärische Operation.

Hinweis: Das Video zeigt den Krieg - nicht das sauber blankpolierte Medienbild, sondern den Schmutz. Es ist also nichts für schwache Nerven!

Der Vorfall ereignete sich bereits vor 3 Jahren im Irak. Wikileaks wurde, seit sie den Besitz dieses Videos bekannt gaben, von Geheimdiensten überwacht. Ein großes Dank gilt daher dem Mut und der beharrlichen Ausdauer von Wikileaks, die eine Veröffentlichung erst ermöglichten! Auf der Whistleblower -Plattform können geheime Dokumente anonym eingereicht werden, eine Veröffentlichung erfolgt erst nach einer eingehenden Analyse. Für den investigativen Journalismus wird Wikileaks immer bedeutender. Eine Spende für dieses Projekt ist daher in meinen Augen eine gute Investition.

[update] Ich habe mir das Video mehrmals angeschaut und ich bin zur Überzeugung gelangt, dass die Gruppe nicht bewaffnet war. Sie trugen weder Maschinengewehre (AK 47’s) noch Panzerfäuste (RPG’s), sie hatten schlicht ihre Kameraausrüstung dabei. [update 3] Zwischen 3:39 und 3:45 sind zwei bewaffnete Männer erkennbar, von denen einer eine Panzerfaust (RPG) hat. Sie scheinen jedoch nicht zur beschossenen Gruppe zu gehören.  [/update] Auch der angebliche Beschuss ohne Mündungsfeuer war wohl nichts anderes als harmloses Fotografieren. Tragisch könnte diese Verwechslung sein, ein Kollateralschaden eben. Nur, das was danach mit dem Schwerverletzen oder den Helfern geschah, ist unentschuldbar.

Die militärischen Handlungen waren regelkonform und das ist korrekt. Der Krieg lässt sich nicht steuern, er zwängt sich nicht in Konventionen. Der Krieg wird immer das bleiben was er ist: eine Barbarei.

Noch eine Anmerkung, die mir wichtig ist: Die Schlachtfelder im Irak oder Afghanistan scheinen weit weg. Nur, die Soldaten kommen irgendwann aus dem Krieg zurück. Jeder sollte sich daher in einer ruhigen Minute mal die Frage stellen, ob er einen der Schützen gerne als Nachbarn hätte.  [/update]

[update 2] Ein Interview mit dem Wikileaks Mitbegründer Julian Assange über die Veröffentlichung des Videos. Es gibt nur eine englische Version leider ohne Untertitel.

[/update]

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Spieglein, Spieglein …

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Spieglein, Spieglein in der Hand: sage mir, wer ist das größte Lügenblatt im Land?

Diese Frage stellt sich spätestens seit aus dem demokratischen ein unterwürfiges Sturmgeschütz geworden ist, wie die FAZ erstaunt feststellten musste, als sie die Hofberichterstattung des SPON über den Verteidigungsminister Guttenberg kritisierte. Nicht erst seit Henryk M. Broder, ein gerichtlich anerkannter Pornoverfasser, beim medialen Flaggschiff anheuerte, hat sich der Wind gedreht und der Spiegel schippert in den trüben Gewässern des Boulevards.
Noch hat das einst stolze Magazin mehr Schwarz im Logo und auch auf den Papier- und Online-Seiten, aber der Abstand zur Bild schmilzt von Woche zu Woche.


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Have a break

Sich in einer wohlverdienten Pause einen süßen Snack zu vernaschen, diese kleine Sünde darf man sich doch gönnen, oder? Klar, für die Figur und die Gesundheit ist es nicht gut, für die Umwelt ist es jedoch katastrophal. Die Produktion von Palmöl, das zur Herstellung der Snacks benötigt wird, zerstört in einem ungeheuren Ausmaß den indonesischen Urwald und somit den Lebensraum der Orang Utans.
Eine Greenpeace-Kampagne zeigt eindrucksvoll diesen verhängnisvollen Zusammenhang zwischen einer süßen Pause und der Bedrohung der Menschenaffen.

Have a break? from Greenpeace UK on Vimeo.

In der Zwischenzeit hat Nestle aufgrund der Kampagne die Kontakte zum umstrittenen Hersteller Sinar Mas abgebrochen. Die Palmöl-Lieferungen erfolgen jedoch weiterhin ungehindert aus Indonesien, sie werden jetzt nur über Zwischenhändler abgewickelt.

Ein interessantes Detail am Rande: Google hat gemäß seinem Motto don’t be evil das englische Orginalvideo auf YouTube gesperrt.

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Der Männerwelt die Stirn bieten

Was soll mann als Frau nur machen, wenn einem die Männer im Testosteron gedopten Berufsleben statt in die Augen immer nur in den Ausschnitt schauen? Genau das:

:-D


Cinnamon Chasers - Luv Deluxe

(via petty-news)

Coole Musik und das Video erinnert mich irgendwie an meine Jugend. Bei mir waren es aber immer andere Frauen :-D


Ihr habt Euch die Scheiße doch ausgedacht!

(via lallus.net)


Die Fabrik im Wohnzimmer

Eine Fabrik im Wohnzimmer? Das ist ein schon mehr als merkwürdiger Gedanke. Eine Fabrik ist laut und schmutzig und hat zuhause nichts zu suchen! Der Digital Fabricator ist ein computergesteuerter 3D-Drucker, der Gegenstände aus  Kunststoff produzieren kann. Und das leise und sauber und in den eigenen vier Wänden. Fiction? Nein. Unglaublich? Ja :-)

Elektrischer Reporter – Fabbing: Ich drucke mir meine Welt


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Lernen aus der Finanzkrise?

Die Kugel im Finanzkasino rollt wieder, die Finanzspekulationen gehen weiter-so wie vor der Krise. Welche Konsequenzen wurden bisher aus der Finanzkrise gezogen? Eine gute Frage, machen wir einen kurzen Check: Sind die Leerverkäufe in Deutschland noch verboten? Nein. Wird der Verbriefungsmarkt reglementiert? Kaum. Ist jede Bank immer noch systemrelevant? Na klar! Wurden die Bankbilanzen bereinigt? Etwas Make-up muss reichen.
Hm, kein sonderlich berauschendes Ergebnis. Wie wäre es dann mit dem ganz großen Wurf? Der Besteuerung von Finanztransaktionen, der sogenannten Tobin-Steuer? Die Argumente sind doch überzeugend:


(via fr-online)

Ein YouTube-Clip über einen einsichtigen und nicht zu 100-Prozent von Gier zerfressenen Bänker - das klingt irgendwie nach Grimms Märchen ;-)

[20.02. update] Jetzt habe ich zum Video auch die entsprechende Kampagne gefunden. Ihr könnt euch in eine internationale Unterstützerliste für eine Finanztransaktionssteuer eintragen. Die Liste der Erstunterzeichner ist wirlich beeindruckend. Und wenn ihr gerade dabei seid, schickt doch wahlweise an Frau Merkel, Herrn Westerwelle oder Herrn Seehofer eine E-Mail ;-) Ich hoffe sehr, dass die Kampagne erfolg hat! [/update]


Heute grün, morgen gelb und übermorgen schwarz

Der Weg aller Parteien in dieser Republik - und bald auch der Grünen - ist der, der Bananen:
heute grün, morgen gelb und übermorgen schwarz :-D

(via Oeffinger Freidenker)


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