Der alte Geist der neuen Kommandotruppen
Ein starkes Stück Hofberichterstattung findet sich bei der Zeit. Unter dem Titel “Unter Kriegern” wird selbst an der Heimatfront embedded über die KSK der Bundeswehr berichtet. In blumigen Worten wird über die “geilen Macker” mit ihren “dicken Uhren” berichtet - die kriegslüsterne Bewunderung für die Elitesoldaten trieft aus jeder Zeile, jedem Komma der Autorin.
Lesens- und bemerkenswert ist auch das Verständnis des Pfarrers, der die Spezialkräfte betreut. Immerhin bestehen die Aufgaben der Truppe in der Jagd nach “Zielpersonen”, die nicht selten aus blutigen “Hausbesuchen” besteht. Den kirchlichen Segen erhalten die Krieger mit dem unbiblischen Begriff der Resilienz, der einen schonenden Umgang mit dem Töten erlaubt.
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1. August 2010 von stillewasser | Kategorie Krieg Medienkritik | Keine Kommentare
Die Vietghan Akten
Wikileaks hat einen neuen Scoop gelandet: über 91.000 zum größten Teil geheime Dokumente über den Afghanistankrieg hat die Whistleblower-Plattform veröffentlicht. Bevor der riesige Aktenberg frei gegeben wurde, durften der Guardian, der New York Times und der Spiegel ihn vorab begutachten, um ihre Echtheit zu überprüfen. Ja, sie sind es und sie erlauben zum ersten Mal einen umfassenden Blick auf den Krieg.
Wow, und was sind die neuen Erkenntnisse vom fernen Hindukusch?
Die Militärs und die Politik haben die Lage in Afghanistan falsch dargestellt - oh, das ist ja nicht zu fassen! Der Krieg ist schmutzig und es werden genau die Grenzen übertreten, die wir vorgeben zu verteidigen - nein, das kann doch nicht wahr sein! Wir, die Besatzer, sind nicht die Lösung, sondern ein Teil des Problems - ach du meine Güte, das konnte ja wirklich keiner ahnen! Und der Krieg ist schon lange verloren -na so was, das darf man doch gar nicht denken und erst recht nicht bloggen!
Was haben unsere Qualitätsmedien in der Zwischenzeit eigentlich gemacht? Haben sie diese offensichtlichen Fakten nicht selbst recherchieren können? Brauchte es dazu wirklich Wikileaks? Es ist erstaunlich, dass die Medien nicht selbst merken, dass sie sich mit der Veröffentlichung der Dokumente ihr eigenes Armutszeugnis ausstellen.
Es ist der längste Krieg, nach über acht Jahren wird die Sicherheitslage in Afghanistan immer schlechter. Militärisch ist Afghanistan nicht zu befrieden. Nicht umsonst hat es sich den Ruf als Friedhof der Supermächte erkämpft, Amerika und die NATO sollten dem Respekt zollen.
Ach ja, ich finde übrigens, wir sollten mit dem Krieg weiter machen. Er tut doch nicht weh, jedenfalls nicht hier, hinter den TV-Bildschirmen der Heimatfront. Und ob wir unsere Kinder zur Bundeswehr oder zur Loveparade schicken, das macht doch keinen Unterschied mehr.
28. Juli 2010 von stillewasser | Kategorie Krieg Medienkritik Satire | Keine Kommentare
Das grausame Sterben der Loveparade
Die Loveparade Tragödie lässt mich nicht los und das, obwohl ich nicht betroffen bin. Ich kann es nicht genau sagen, warum. Vielleicht ist der Grund, dass ich diesmal etwas ernsthafter über einen Besuch der Loveparade nachdachte. Vielleicht ist es schlicht auch deshalb, weil ich dieses Gefühl in der Masse kenne: wenn die Leute plötzlich anfangen zu drücken, es immer enger wird, keinen Platz mehr da ist, um sich zu bewegen, und man wird in irgendeine Richtung gedrängt und wird völlig macht- und hilflos zum Spielball der Masse. Kommt zu schlechter Luft noch Hitze und Dunkelheit hinzu, dann ist sie schnell da, diese Angst.
Die Katastrophe ist so schrecklich nachvollziehbar.
Es gibt, glaube ich, noch einen dritten Grund. Als ich von der Katastrophe hörte und im Netz nach Hinweisen zur Ursache suchte, stieß ich früh auf die Warnungen, die sehr exakt das Unheil vorhersagten. Eine Frage beschäftigt mich seitdem: sagt einem nicht der gesundem Menschenverstand, dass der verfallene Güterbahnhof in Duisburg der falsche Ort für eine Massenveranstaltung mit mehr als eine Millionen Menschen wie der Loveparade ist?
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28. Juli 2010 von stillewasser | Kategorie Gesellschaft Medienkritik Satire | Keine Kommentare
Der letzte macht das Licht aus
SZenso war zu seinen Gründerzeiten einst das Protestforum der Süddeutschen als diese den Freeze einführten, die Kommentaröffnungszeiten für ihre Südcafé-Community. Diese Serviceeinschränkung wurde - das ist Journalistenjargon par excellence - als Qualitätsoffensive verkauft.
Aktuell gibt es wieder eine umfassende Qualitätsoffensive der SZ. Die Links haben jetzt nicht mehr so kryptische Zahlen, sondern sind suchmaschnienfreundlich lesbar. Das hilft Google, denn Google ist des Journalisten liebstes Kind.
Auch vor dem Südcafé haben die qualitativen Verbesserungen nicht halt gemacht. Erst ging gar nichts mehr und nach 2 Monaten gibt es immer noch gravierende Mängel.
Den Erfolg dieser geballten Qualitätsoffensiven ist in der Rangliste der beliebtesten Mitglieder sichtbar:

In der Liste erscheinen die Mitglieder sortiert nach der Anzahl ihrer Gästebüchereinträge. Und ja, der letzte Platz ist leer, d.h. in der Community der Süddeutschen gibt es am Wochenende die stolze Zahl von 8 - in Worten acht - aktiven Mitgliedern!
Mann, der Zuckerberg muss vor all der Qualität total neidisch auf die SZ sein!
19. Juli 2010 von stillewasser | Kategorie SZ Watch | 3 Kommentare
Hofberichtblogging (17): Wulff im Schafspelz
War das eine spannende Bundespräsidentenwahl! Keiner konnte doch ahnen, das wirklich das im voraus feststehende Ergebnis eintreten würde! Und es grenzt doch an eine wissenschaftliche Sensation, dass die Totenstarre der schwarz-gelben Regierung langsam in einen sichtbaren Verwesungprozess über geht. Allein die Linke sorgte an diesem historischen Abend für eine Überraschung und wählte so wie sie es angekündigt hatte. Dabei hatte sie die einmalige Chance, die Mathematik außer Kraft zu setzen: wenn jemand mit absoluter Mehrheit gewählt wird, ist das noch lange keine demokratische Entscheidung!
So, jetzt kehrt langsam wieder die politische und mediale Routine ein und das Ergebnis der Bundespräsidentenwahl kann professionell kommuniziert werden: Wulff ist der bessere Hotte!
Hm, was ist eigentlich mit dem anderen Kandidaten? Wie war nochmal gleich der Name? Ach ja, Gauck, der Bundespräsident der Herzen. Hach, das ist doch das Angenehme am alzheimernden Michel, er vergisst so schnell, sogar noch schneller als die Journaille.
Bald wird sich keiner mehr an Gauck erinnern, der noch vor kurzem das Zentrum der bürgerlichen Mitte, der Inbegriff der Versöhnung und Aufarbeitung oder schlicht der Übervater des Politikolymp war - aber all das endete mit dem dritten Wahlgang. Jetzt fallen all diese schönen Eigenschaften Kraft der Medien dem neuen Präsidenten zu. Einfach ein paar Jubelbilder um etikettieren und Wulff wird zum gefeierten Medienstar.
Schauen wir nicht mehr zurück, denn ein solcher Blick ist immer ohne Hoffnung. Es könnte ja wirklich sein, dass der Lieblingsschwiegersohn aller Lämmermütter doch noch sein Schafspelz ablegt und sein Andenfreund Koch unter dem wohlwollenden Schutz des Präsidenten den politischen Merkelmord wagt.
Die Zeichen stehen gut, denn die Medien wollen das Blut der Regierung sehen solange es rot ist und es sich noch nicht mit den schleimigen Fäulnisflüssigkeiten der im Amt verwesenden Regierung vermischt hat.
2. Juli 2010 von stillewasser | Kategorie Medienkritik Politik Satire | 2 Kommentare
Wir haben einen neuen Bundespräsidenten - und alle so: Yeaaahh
Seitdem Hotte sich aus dem Staub machte, ist Schloss Bellevue verwaist. Der “Quer-”einsteiger hatte gegen die oberste Politikerregel verstoßen: sage niemals die Wahrheit!
Heute war nun der Tag der Entscheidung, sein Nachfolger musste gewählt werden. Die Wahl auf einem WM-freien Tag zu legen, war - das muss man offen zugestehen - eine taktische Meisterleistung unserer Mutti. Eine bessere Lehrstunde, um dem dummen Volk den Unterschied zwischen Politik und Fußball zu vermittelt, kann es nicht geben.
Fußball, das ist die zweit schönste Nebensache der Welt, das ist schweißtreibender Wettkampf mit robusten Körpereinsatz, der mit fairen Regeln auf dem Platz ausgetragen wird. Am Ende gewinnt der Bessere.
Und Politik? Eine demokratische Auseinandersetzungen auf freiheitlicher Grundordnung basierend findet nicht mehr statt. Die entscheidenden Strippen werden hinter verschlossenen Türen gezogen, während vor den Kameras der Öffentlichkeit Profilsüchtige eine Nebelkerze nach der anderen zünden dürfen. Und am Ende gewinnt immer der kleinste gemeinsame Nenner.
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30. Juni 2010 von stillewasser | Kategorie Medienkritik Politik Satire | Keine Kommentare
Neues aus dem Elitariat (11): Unsere Intelligenzija
Sarrazin hat es uns vorgejammert: unser schönes Land wird immer dümmer! Manch einer mag das als Kritik an unserer Nationalmannschaft auffassen. Nicht immer beendet unsere Multikulti-Mannschaft einen Spielzug oder einen deutschen Satz unfallfrei. Doch das ist natürlich Unsinn, die Kritik unserer Eliten geht viel tiefer: Deutschland ist ein Dummheitsmagnet.
Bisher ist es nur unseren Eliten aufgefallen, was auch kein Wunder ist, denn sie stehen schließlich im Zentrum dieser Entwicklung.
Woran kann man diese verhängnisvolle Entwicklung erkennen? Das ist ganz einfach. Wo sonst dürfen Dummheiten hinaus posaunt werden und treffen dann auch noch auf soviel Resonanz? Wir als Autofahrernation glauben zum Beispiel, Schulden können weggebremst werden! Noch besser ist ein neuer Vorschlag aus der Politik. “Elite”-Politiker haben mal wieder ein Tabu gefunden, das noch nicht gebrochen wurde: sie möchten einen einen Intelligenztests für Einwanderer einführen. Die Dummheit, die unser Land bedroht, wird einfach weggetestet!
Seit wann, frage ich mich, ist es für Politiker ein Tabubruch, wenn sie selbst noch die dümmste Dummheit absondern dürfen? Natürlich sollen sie über solche “Tabus” nachdenken dürfen, sicher, sie haben auch jedes Recht, diese auch noch über die Medien zu verbreiten. Aber eines dürfen sie nicht erwarten: dass das “intelligente” Volk diesen Stumpfsinn noch gutheißt. Um es mal in aller Deutlichkeit zu sagen: um in dem Land leben zu können, das sich unsere Eliten in feuchten Träumen ausmalt, ist Intelligenz beim einfachen Volk nichts anderes als hinderlich.
Schauen wir uns mal etwas genauer an, für welche Problematik sie ihre Lösung anpreisen: Seit 2007 ist Deutschland ein Auswanderungsland, d.h. es verlassen mehr Menschen Deutschland als Einwanderer zu uns kommen. Wir haben also noch intelligente Menschen, aber sie machen genau das richtige: sie fliehen vor der Dummheit hier. Wenn also ein Intelligenztest notwendig wäre, wie die Herren Politiker meinen, dann bei der Ausreise!
Und jetzt bitte anschnallen, die nächste Textpassage setzt einen IQ oberhalb von Brotkrumen voraus. Für das Elitariat heißt das: aufhören mit lesen und shoppen gehen!
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29. Juni 2010 von stillewasser | Kategorie Elitariat Medienkritik Politik Satire | Keine Kommentare
Mixa
Es gibt Menschen, über die möchte ich nicht schreiben. Der Grund ist einfach: sie erhalten ohnehin einen viel zu großen massenmedialen Raum, den sie leider auch noch auszufüllen wissen. Ich meine damit Menschen wie Mixa, an deren Lippen die Qualitätsjournaille hängt und die jedes Räuspern in dem medialen Äther schicken, um es tausendfach verstärkt jedem Idioten ins Hirn zu prügeln.
Doch diesmal ist etwas sonderbares passiert. Herr Mixa ist zu weit gegangen. Tatsächlich, es gibt sie doch noch: eine Schmerzgrenze für Stumpfsinn.
Der Wind hat sich gedreht und die Journaille zerfleischt ihren einstigen Schlagzeilenserienlieferanten. Sie zeichnet ein Bild eines alkoholkranken Menschen, dessen Realitätssinn schwer gestört ist. Wenn dem so ist und diesmal glaube ich sogar unseren Medien, dann wirft das für unseren Journalismus ein ernstes Problem auf:
Eine solche Krankheit entwickelt sich nicht von heute auf morgen und bei der geschilderten schwere der Symptome müssten sie für jeden leicht erkennbar sein. Die entscheidende Frage lautet also:
Wie konnten unsere Qualitätsmedien diesen offensichtlichen Realitätsverlust eines Menschen so lange Zeit nicht bemerken?
Ich komme nur auf eine einzige Antwort: Die Qualitätsmedien selbst verfügen über keinen tragfähigen Realitätssinn.
Den Medien mache ich im Fall Mixa einen schweren Vorwurf: sie selbst haben durch das von ihnen geschaffene Produkt des Medienmenschen Mixa die Krankheit des Menschen Mixas verstärkt. Mixa wurde von unseren Medien in seinen kruden Anschauungen unterstützt, wie es selten Menschen in unserem Land erfahren durften.
Wenn jetzt berichtet wird, das Mixa für Kritik und gut gemeinte Ratschläge nicht mehr erreichbar war, so verwundert mich das nicht. Er konnte sich einreden, wenn es als Titelgeschichte in den großen Zeitungen steht, dann kann ich ja nur Recht haben. Und ich frage mich ernsthaft: wie viel Schlagzeilen sind wohl dabei entstanden, dass sich Mixa und ein Chefredakteur bei einem gemütlichen Zusammensein gemeinsam unter den Tisch gesoffen haben?
Unsere Medien haben sich völlig unkritisch zum Sprachrohr für realitätsferne Anschauungen gemacht. Das ist leider kein Einzelfall. Unsere Medien fühlen sich von persönlichkeitsgestörten Menschen geradezu angezogen. Je schräger die Meinung, desto größer wird die Schlagzeile. Diese Boulevardisierung hat längst selbst seriöse Zeitungen erfasst.
Der bisher einmalige Fall Mixas sollte genutzt werden, um die Rolle des Journalismus kritisch zu hinterfragen. Erst bauten die Medien einen kranken Menschen zu einer Meinungsikone auf und dann treten sie die persönliche Tragödie dieses Menschen in aller Öffentlichkeit breit. Ich halte beides für ein widerliches Armutszeugnis unserer Qualitätsmedien.
20. Juni 2010 von stillewasser | Kategorie Medienkritik | 2 Kommentare
Merkel im Visier des Sturmgeschützes
Der Spiegel, das einstige Sturmgeschütz der Demokratie, sieht es als seine meinungsmächtige Pflicht an, der waidwunden Bundesregierung den Gnadenschuss zu geben. In einer boulevardesken Bildersprache zeigt die nächste Spiegelausgabe eine schwarze Leere mit fetten, gelben Buchstaben: AUFHÖREN!
Ich würde sagen, das ist ein Volltreffer. Von diesem Schlag wird sich diese Regierung nicht mehr erholen.
Es wäre das Ende einer Regierung, die nie hätte gewählt werden dürfen. Wenn sich die Qualitätsmedien jetzt mit Abscheu abwenden, dann hoffe ich auf einen Rest an Reflektionsvermögen. Denn niemand anderes als unsere Medien haben diese Chaostruppe der Unfähigkeit hoch geschrieben, niemand anderes als sie haben so getan, als wäre Schwarz-gelb der alternativlose Weg aus der Krise.
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13. Juni 2010 von stillewasser | Kategorie Medienkritik Neoliberalismuskritik Politik | 2 Kommentare
Endlich!
Manchmal ist es schön, der Göttin Fortuna auf ihre kleinen Füßchen treten zu dürfen. Denn wer hätte es wirklich jemand für möglich gehalten, dass auf dem G20 Gipfel eine Finanztransaktionssteuer beschlossen werden würde? Eben! So kam es auch, dass in den Qualitätsmedien dieses Großereignis entsprechend negiert wurde. Druck auf die Krisenverursacher auszuüben, das gehört sich als anständige Postille nicht.
Aber wenn es gegen den bösen Sozialstaat geht, dann hängt die ganze Journaillie den Möchtegern-Mächtigen an den Lippen und sie schreibt auch noch über den letzten abtropfenden Sabber, den sie auffangen können.
Es ist nun mal der Lauf der Dinge: wenn die Gierigen zu gierig und die Mächtigen zu machtlos sind, dann müssen die Armen und Schwachen alternativlos geschröpft werden. Es ist doch schließlich deren eigene Schuld, dass sie in die Unterschicht abgerutscht sind!
Erinnern wir uns mal daran, wie der ganze Schlamassell begann. Als Schröder seine Agenda 2010 erfolgreich durchsetzte, da haben sich große Teile des deutschen Volkes gesagt: Mensch, das ist jetzt eine tolle Gelegenheit um es so richtig krachen lassen! Wir rutschen dann mal so ganz dekadent in die Unterschicht ab, weil das schon immer unser größter Wunsch war!
Es ist also alles ganz rational, was gerade passiert. Für gesamtgeellschaftliche Veränderungen ist jeder Einzelne verantwortlich und genau deswegen muss in einer Krise wie dieser immer der doofe Michel zahlen. Nur er öffnet freiwillig und ohne zu Murren sein Portemonnaie, um die maßlose Gier der Mächtigen zu befriedigen.
Ach, und nur so am Rande: der Aufschwung ist endlich da, unser seltsamer Sparzwang geht selbst unseren Freunden, den Amis, auf den Nerv und diese Schuldenbremse im Grundgesetz ist die dümmste Erfindung seit den Credit Default Swaps.
Das Gute ist nur, dass endlich das wahre Gesicht unserer Mutti zum Vorschein kommt. Sie ist vielmehr eine schwäbische Bäuerin, die für den Gutsbesitzer die Drecksarbeit macht und für die das Volk nichts anderes als die Melkkuh der Reichen ist.
Übrigens, wer jetzt noch sagt, dass die kommenden sozialen Einschnitte so sein müssen, den verdonnere ich zum Lesen aller über 5.000 NachDenkSeiten-Artikel!!!
P.S: Merkel beendet im Agenda Jahr 2010 Schröders begonnenen Sozialabbau. Das nenne ich mal echtes Teamwork!
6. Juni 2010 von stillewasser | Kategorie Medienkritik Neoliberalismuskritik Politik Sozialstaatsdebatte | 1 Kommentar







