SZenso

unabhängig - medienkritisch - mit Spuren von Satire

Ex-Exportweltmeister

wirtschaftswachstumDie deutschen Exporte sanken im Weltwirtschaftskrisenjahr mit - 15,9 % so stark wie noch nie in unserer Nachkriegsgeschichte. Während wir noch die Festigkeit der Bodenbildung prüfen, sind die meisten asiatischen Länder wie Südkorea, deren Exporte im Januar um stolze 47,1 % gestiegen sind, bereits aus diesem Jammertal der Rezession gkletter. Jetzt dürfen wir uns Ex-Exportweltmeister nennen und reichen den begehrten Exportweltmeisterpokal zum ersten mal an China weiter.

Von diesem ehrwürdigen Titel für Ökonomiefetischisten kann man sich viel kaufen, besonders wir als Seriensieger von 2003 bis 2008. Für die ehrlich erworbenen Preisgelder haben wir uns immerhin einen ansehnlichen Haufen an Schrottpapiere andrehen lassen, um unseren Wasserkopf des Finanzsystems und nun auch die Bad Banks damit zu füttern. Darauf müssen wir einfach nur stolz sein, denn etwas anderes bleibt uns nicht.

Mal so ganz im Ernst: ich glaube, es hätte eine bessere Anlagestrategien gegeben, um sich auf den Exportweltmeisterlorbeeren mal wirklich ausruhen zu können. Zum Beispiel hätten wir in die Bildung und somit in die Zukunft unserer Kinder investieren können. Es wurde zwar immer vollmundig von unserem Politikelitariat angekündigt, aber getan haben sie wie immer nichts. Im Gegenteil, sie haben die Zukunft unserer Kinder schlicht und einfach verharzt.

Bildquelle: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden.

Lesenswerte Links zum Thema:


Randnotiz (3): Wachablösung der Supermächte

Es zeichnet sich immer deutlicher ab, die im Zuge der Weltwirtschaftskrise  verlieren die USA ihren Status als alleinige Supermacht und müssen diesen Titel  mit der aufstrebenden Supermacht China teilen. Manch einer sieht daher allein  in China den Retter Amerikas oder gar der ganzen Welt.

Die entscheidende Frage ist, ob diese globalen Neugewichtungen in solch schwierigen Krisenzeiten kontrolliert und friedlich verlaufen werden.

Lesenswerte Links zum Thema:


Dollar-Marketing

Das US-Haushaltsdefizit von geschätzten 1750 Mrd. $ beunruhigt Investoren weltweit. Der Dollar fällt, die Renditen auf Treasuries steigen. Finanzminister Geithner versucht die Wogen zu glätten - und verbreitet angeblich optimistische Aussagen der Chinesen.

Wie soll  man dieses Dollar-Marketing des amerikanischen Finanzministers verstehen? Sind seine Spin-Doktoren alle beim Arzt?


Twitter

Schlagworte

Aktionen