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Ex-Exportweltmeister

wirtschaftswachstumDie deutschen Exporte sanken im Weltwirtschaftskrisenjahr mit - 15,9 % so stark wie noch nie in unserer Nachkriegsgeschichte. Während wir noch die Festigkeit der Bodenbildung prüfen, sind die meisten asiatischen Länder wie Südkorea, deren Exporte im Januar um stolze 47,1 % gestiegen sind, bereits aus diesem Jammertal der Rezession gkletter. Jetzt dürfen wir uns Ex-Exportweltmeister nennen und reichen den begehrten Exportweltmeisterpokal zum ersten mal an China weiter.

Von diesem ehrwürdigen Titel für Ökonomiefetischisten kann man sich viel kaufen, besonders wir als Seriensieger von 2003 bis 2008. Für die ehrlich erworbenen Preisgelder haben wir uns immerhin einen ansehnlichen Haufen an Schrottpapiere andrehen lassen, um unseren Wasserkopf des Finanzsystems und nun auch die Bad Banks damit zu füttern. Darauf müssen wir einfach nur stolz sein, denn etwas anderes bleibt uns nicht.

Mal so ganz im Ernst: ich glaube, es hätte eine bessere Anlagestrategien gegeben, um sich auf den Exportweltmeisterlorbeeren mal wirklich ausruhen zu können. Zum Beispiel hätten wir in die Bildung und somit in die Zukunft unserer Kinder investieren können. Es wurde zwar immer vollmundig von unserem Politikelitariat angekündigt, aber getan haben sie wie immer nichts. Im Gegenteil, sie haben die Zukunft unserer Kinder schlicht und einfach verharzt.

Bildquelle: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden.

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Neues aus dem Elitariat (6): Bananen im Winter

elit1kleinEs ist ein für die Jahreszeit unerwartetes Ereignis eingetreten: es schneit und es ist bitter kalt. Gut, dass wir Deutsche uns immer so gründlich vorbereiten. Selbst das Ersatzrad bekommt ein Winterprofil und wird zur Akklimatisierung im Schnee gewälzt, es soll schließlich ohne Schweinegrippe durch den Winter kommen.
Ja, wir sind schon eine zwanghafte Nation von Autonarren. Wir tuen einfach alles dafür, dass wir auf unseren 4 Rädern durch jedes Wetter rasen können. Nur diesmal klappt das nicht so wie gewohnt, denn in diesem Winter lässt das Elitariat nichts unverfroren. Ihre klimaerwärmten Gehirne haben letztes Jahr in Davos etwas besonderes ausgebrütet: statt das Salz für längere Schneeperioden wie diese zu horten, haben sie es lieber in freudiger Inbrunst in die offenen Wunden des Sozialstaats gerieben. Das Ergebnis dieses listigen Plans ist jetzt zu bewundern: den ersten Städten geht das Salz aus und sie müssen den Winterdienst einstellen. Da wird das Autofahren doch wieder zu einem spannenden Abenteuer!


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Bulos 1.000 Nachsteiger

Ich weiß nicht, ob ich im Titel Follower richtig übersetzt habe, aber im Moment traue ich mich einfach nicht, englische Worte zu verwenden. Der denglische Westerwave, unser schwänglischende Öttinger und Oberst Klein haben mir gezeigt, wie gefährlich es sein kann, wenn ein Deutscher seine Muttersprache verlässt.

Ok, jetzt aber zu einer wirklich tollen Nachricht: Ich habe gewonnen!!!

Bei F!XMBR habe ich von einem spontanen Gewinnspiel bei Bulo erfahren. Seine satirischen Zeichnungen finde ich echt Klasse, sie haben oft bissigen Humor und viel Wortwitz, wie zum Beispiel eines meiner Lieblingswitze: “Ich bin Kohl .. ich Köhler”. Seine FDP-kritischen Zeichnungen kosten ihn immer Twitter-Nachsteiger und der Platz des 1.000 wurde wegen dieser Falschmeldung wieder frei. Wer ihn bekommt, auf den wartete eine Überraschung. Tja, da habe ich mich schnell bei Twitter registriert - bisher hatte ich von dem Gezwitscher nicht viel gehalten - flog flugs bei Bulo vorbei - und und siehe da: ich war der 1.000 Twitter-Dingens!
Seid ihr auch so gespannt auf den Preis, wie ich? Heute kam er per Post, eine persönliche Zeichnung:

bulo

Auf das Geschenk bin ich richtig stolz, es hat bei mir einen Ehrenplatz erhalten :-D Und lehrreich ist es auch, jedenfalls für mich: jeder bekommt das, was er verdient, außer unser Elitariat  ;-)

Tausend Dank an den unvergleichlichen Bulo, ich werde dir weiterhin nachsteigen!


Neues aus dem Elitariat (5): Der Gipfel

elit1kleinDort oben, auf den höchten Höhen, dort wo alles auf die Spitze getrieben wird, genau da auf den Gipfeln der Treffen, tummeln sich unsere Elitariaten am liebsten. Es ist alles da, was sie brauchen: Sicherheitsstufe 1 inklusive Terror- und Bürgerabwehr, blitzlichternde Hofberichterstatter und eine Bühne für ihre geltungssüchtige Oberflächligkeit. Leider gibt es für unsere edlen Schaumschläger ein nicht lösbares Problem: So ein Gipfeltreffen hat auch ein Thema und das sollte noch nebenbei zu einem alle beglückenden Ergebnis geführt werden.
Diesmal war das Thema in Kopenhagen die Klimakatastrophe und als Ergebnis sollte ein Nachfolger des Kyoto-Protokolls aus der Taufe gehoben werden. Solche weltbewegenden Kleinigkeiten erledigt unser Elitariat mit links*. Leider waren sie diesmal ein wenig unachtsam und haben die paar absaufende Felsbrocken im pazifischen Ozean übersehen: Tuvalu. Eigentlich sollten Nebensächlichkeiten wie die eigene Existenzgrundlage dem hehren Ziel des Gipfels untergeordnet werden, aber der kleine Insellstaat konnte trotz aller Bezirzungen nicht vom Irrglauben abgebracht werden, dass die heiße Gipfelluft schädlich für die Umwelt und dem gesunden Menschenverstand sei. Die Abgesandten Tuvalus verweigerten sich den lauen Kompromissen konsequent und liesen den Gipfel gnadenlos, aber berechtigt scheitern.


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Neues aus dem Elitariat (4): Das Geheimnis der Blaublütigkeit

elit1kleinTrotz der merklichen und sichtbaren Überalterung ist die Spezies des Elitariats wissenschaftlich bisher wenig erforscht.  Wie der latrinische Name homo elitariatus schrumpfkopf nahe legt, hat in diesem speziellen Fall die Evolution der Devolution weichen müssen.

Scheu ist das Elitariat nicht, ganz im Gegenteil. Gibt es irgendwo eine Spitzenposition oder eine emporenhafte Stellung, nimmt es diese unter Einsatz aller zur Verfügung stehenden Mittel sofort in Beschlag. Erschwert wird das wissenschaftliche examinieren jedoch durch eine Unart des Elitariats, gegen jede missliebige Veröffentlichung über ihr Leben - sei sie auch noch so streng wissenschaftlich - mit einem Heer von Rechtsverdrehern zu klagen und  sie meist erfolgreich unter Zahlung einer hohen Schadensumme zu unterbinden. Aus diesem Grund werden über das so publicitysüchtige Völkchen meist nur Geheimstudien angefertigt, deren Zugang nur Eingeweihten wie mir offen steht.
Ein wenig von dem verborgenen Wissen möchte ich heute preisgeben: das Geheimnis ihrer Blaublütigkeit.
Es liegt schlicht und einfach an ihrem Hauptaufenthaltsort, zu dem sie sich zum Schlafen und Konspirieren begeben. Ihr Rückzugsgebiet sind Elfenbeintürme, die im Laufe des Jahrhunderten wuchsen und deren Spitzen sich nun außerhalb der atembaren Atmosphäre befinden. Physische Abnormalitäten des Elitariats, wie blaues Blut und das Schrumpfen des Kopfes, sind  somit nichts anderes als die logische Konsequenz des dauerhaften Sauerstoffentzugs.


Neues aus dem Elitariat (3): dement werden sie alle

elit1kleinWas macht eigentlich unser Elitariat im wohlverdienten Ruhestand? Schauen wir einmal nach:
Um unseren  sprücheklopfender Ex-Finanzminister Steinbrück ist es still geworden. Er wurde jetzt Aufsichtsratsmitglied der  Thyssen Krupp AG. Hm, merkwürdig. Weshalb steigt ein solches Prachtelitariat mit solch ausgezeichneten Qualifikationen nicht zum Olymp der Finanzwelt auf? Der Grund könnte sein, dass jeder in dieser Branche seine Eigenschaft kennt, vom Gegenüber willenlos über den Tisch gezogen zu werden und dies danach mit markigen Sprüchen als eigenen Sieg zu verkaufen. Egal, nur als altes Eisen hat er eine äußerst zweifelhafte Wahl getroffen.

Und wie hieß eigentlich sein Vorgänger nochmal? Ja, richtig, Hans Eichel. Was macht er denn so? Er hat sich wohl bei seiner Alterversorgung verspekuliert und klagt daher eine Extra-Pension ein.

Und bereits deutliche Alterserscheinungen zeigt unser Topökonom Herr Sinn. Er drängt auf eine Zwangsverstaatlichung des Bankensektors: das billige Zentralbankgeld wird nachhaltig in Boni und Dividenden investiert, die Geschenke der EZB werden jedoch nicht wie erwartet an Firmen und Privatleuten weitergereicht. Man muss wirklich ein altersweiser Topökonom sein, um diese Entwicklung nicht vorhersehen zu können.


Neues aus dem Elitariat (2): Wir reiten die Monsterwelle

elit1kleinDer gemütliche Spätsommer neigt sich dem Ende entgegen. Für das gemeine deutsche Völkchen bricht nun die prekäre Zeit des bitter kalten Winters an, die Umverteilungsgewinner des Elitariats jedoch dürfen weiterhin auf der Sonnenseite des angenehm feudalen Lebens verweilen.
Mit dem aufziehendem Winter endet auch die einschläfernde Krisenflaute. Die lange herbei gesehnte, herbstliche Finanzwellensurfsaison beginnt. Nach der verdächtigen Stille der vergangenen Monate wird es auch endlich Zeit, dass das freudlose Planschen in der nahezu grenzenlosen Liquididät des Zentralbankgeldes sein verdientes Ende findet. Der erfahrene Krisensurfer konnte das sanfte Rauschen der sich langsam nähernden zweiten Welle der Finanzkrise hören, die sich für die meisten unbemerkt am Horizont auftürmte. Das beständige Grundrauschen des Bankensterbens in Amerika wird lauter. Nach dem Zusammenbruch des Mittelstandsfinanzierers CIT ist die FED wieder dazu gezwungen, die Notenpresse auf Sturmstärke laufen zu lassen. In Britanien erreichen bereits die ersten Ausläufer der neuen Sturmsaison die Küste, die britischen Banken benötigen einen zweiten Bailout.

Der kalte Wind wird schärfer und das kräuseln der Wellen stärker. Die Vorzeichen sind günstig für eine noch nie dagewesene Krisenwellensurfsaison. Denn wer weiß, vielleicht gibt es diesmal sogar die lange prophezeite Monsterwelle. Falls es soweit sein sollte, wird es ein wahnsinns Ritt werden, Leute!

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Neues aus dem Elitariat (1): die Tigerente regiert

elit1kleinUnsere Elite befindet sich in einer prekären Situation, ihre Unfähigkeit mit der Moderne umzugehen hat uns eine Weltwirtschaftskrise im historischen Ausmaße beschert. Nur auf eines ist verlass: in Krisenzeiten scharrt sich der deutsche Michel um sein Elitariat, der überzeugende Wahlsieg der politischen Tigerente ist Beleg dieser Nibelungentreue. Und gemeinsam werden wir uns ans Werk machen, das Elitariat darf endlich - da es nun vollständig das Ruder übernehmen durfte - seine Vorstellung der perfekten Gesellschaft umsetzen. Darin lässt sich gut leben - so für die ca.0,002 % der Oberschicht. Aber immerhin ist das Elitariat mehr als Nichts!

Die Koalitionsverhandlungen haben die unnachahmliche Stärke unseres schwarz-gelben Dreampairs offenbart: der geniale Kniff mittels eines Schattenhausaltes das Wahlversprechen von Steuersenkungen inmitten der Wirtschaftskrise zu ermöglichen, entpuppte sich als grundgesetzwidrig. Doch so schnell gibt unser Elitariat nicht auf. Trotz dieser Widrigkeiten konnte die neue Regierung in ihrem Koalitionsvertrag eine neoliberale Horrorliste zusammen stellen, die ein Ende des Solidarprinzips unserer Gesellschaft einläutet und uns sicher in die nächste elitariatsverursachte Krise führen wird.

Es wird wenig Neues, aber viel Stoff zum Berichten aus dem Elitariat geben.
Fortsetzung folgt …

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Ich habe diese Hornissen-, Tigerenten-, Mövenpick-, Sternschnuppen-, Taliberalen- Regierung nicht gewählt! Ganz, ganz ehrlich!!!

Macht mich also nicht verantwortlich für ...

  • ... die Kunduz-Vertuschung
  • ... das Finanz-Kasino
  • .. der aktiven Sterbehilfe am Gesundheitssystem
  • ... das Wachstumsmurksgesetz
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