Und wer hat Schuld? …. Mutti!!!
Manno, das tat weh. 0:1 verloren, der Traum von der Weltherrschaftmeisterschaft ist geplatzt. Die Gründe für die Niederlage an der Südafrikafront sind offensichtlich: Unsere Mutti hat sich den Flug zum schwarzen Kontinent gespart und unsere tapfer kämpfenden Jungs einfach hängen lassen. Jeder weiß doch, ohne das anstachelnde Schweigen unserer Oberbefehlshaberin in WM-Zeiten gewinnt unsere Nationalarmeemannschaft keinen Blumentopf. Das war ein hinterhältiger Dolchstoß in den Rücken unserer heldenhaften Jungs!
Tja, das ist schon eine deftige Ironie der Geschichte: Fast alle der PIIGS-Staaten, wie Italien oder Portugal, haben sich pflichtgemäß früh aus dem Turnier verabschiedet. Nur der letzte Mohikaner der asozialen PIIGS-Bande hat uns ein ein Bein gestellt. Dabei waren wir doch soooo sparsam, noch sparsamer als eine ganze Horde schwäbischer Hausfrauen.
Wir haben an Allem gegeizt was ging: Aggressivität, Spielfreude und Siegeswillen. Und was machen diese prassenden Spanier? Haben all das im Überfluss und schicken uns nach Hause ![]()
Was für eine herbe Niederlage der deutschen Tugenden, welch ein Rückschlag für das gesundheitskrankreformierte Schland.
Was bleibt uns? Sagen wir doch einfach: Danke Mutti!
8. Juli 2010 von stillewasser | Kategorie Politik Satire | Keine Kommentare
If we want, we can
Na, das ist ja mal ein ungewohntes Wort aus dem Munde unserer Kanzlerin! Merkel wirft dem großen Bruder Obama das schröderische Basta-Wort entgegen: NOPE!
Danke, das ich diesen Tag erleben darf! Das überfällige Nein zum Krieg!
Morgen ziehen wir unsere Jungs aus dem sinnlosen Krieg ab und holen sie nach Hause. Dann setzten wir uns mit unseren Freunden in den USA und der EU zusammen und legen mit einer modernen, aufgrund der deutscher Handschrift entsprechend gemäßigten expansiven Wirtschaftspolitik und zusammen mit dem Abbau von Ungleichgewichten den Grundstein für den Wachstum der Weltwirtschaft, der auch den Arbeitsmarkt erfasst, und sorgen so wieder für mehr Wohlstand für alle.
Halt! Ich habe wieder einmal vergessen, dass wir in einer alternativlosen Welt leben und das heißt natürlich: wir führen weiterhin einen irrsinnigen Krieg und bilden uns ein, in der Hochfinanz eine Führerrolle einzunehmen und unsere Ideologie entgegen dem Willen der restlichen Welt und zum Wohle der Superreichen durchsetzen zu können.
Und merkeln wir uns, in Krisenzeiten dürfen wir niemals den wahren Feind aus den Augen verlieren! Die Armen und Schwachen in Afghanistan und hier.
21. Juni 2010 von stillewasser | Kategorie Krieg Politik Satire Wirtschaftskrise | Keine Kommentare
Merkel im Visier des Sturmgeschützes
Der Spiegel, das einstige Sturmgeschütz der Demokratie, sieht es als seine meinungsmächtige Pflicht an, der waidwunden Bundesregierung den Gnadenschuss zu geben. In einer boulevardesken Bildersprache zeigt die nächste Spiegelausgabe eine schwarze Leere mit fetten, gelben Buchstaben: AUFHÖREN!
Ich würde sagen, das ist ein Volltreffer. Von diesem Schlag wird sich diese Regierung nicht mehr erholen.
Es wäre das Ende einer Regierung, die nie hätte gewählt werden dürfen. Wenn sich die Qualitätsmedien jetzt mit Abscheu abwenden, dann hoffe ich auf einen Rest an Reflektionsvermögen. Denn niemand anderes als unsere Medien haben diese Chaostruppe der Unfähigkeit hoch geschrieben, niemand anderes als sie haben so getan, als wäre Schwarz-gelb der alternativlose Weg aus der Krise.
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13. Juni 2010 von stillewasser | Kategorie Medienkritik Neoliberalismuskritik Politik | 2 Kommentare
Endlich!
Manchmal ist es schön, der Göttin Fortuna auf ihre kleinen Füßchen treten zu dürfen. Denn wer hätte es wirklich jemand für möglich gehalten, dass auf dem G20 Gipfel eine Finanztransaktionssteuer beschlossen werden würde? Eben! So kam es auch, dass in den Qualitätsmedien dieses Großereignis entsprechend negiert wurde. Druck auf die Krisenverursacher auszuüben, das gehört sich als anständige Postille nicht.
Aber wenn es gegen den bösen Sozialstaat geht, dann hängt die ganze Journaillie den Möchtegern-Mächtigen an den Lippen und sie schreibt auch noch über den letzten abtropfenden Sabber, den sie auffangen können.
Es ist nun mal der Lauf der Dinge: wenn die Gierigen zu gierig und die Mächtigen zu machtlos sind, dann müssen die Armen und Schwachen alternativlos geschröpft werden. Es ist doch schließlich deren eigene Schuld, dass sie in die Unterschicht abgerutscht sind!
Erinnern wir uns mal daran, wie der ganze Schlamassell begann. Als Schröder seine Agenda 2010 erfolgreich durchsetzte, da haben sich große Teile des deutschen Volkes gesagt: Mensch, das ist jetzt eine tolle Gelegenheit um es so richtig krachen lassen! Wir rutschen dann mal so ganz dekadent in die Unterschicht ab, weil das schon immer unser größter Wunsch war!
Es ist also alles ganz rational, was gerade passiert. Für gesamtgeellschaftliche Veränderungen ist jeder Einzelne verantwortlich und genau deswegen muss in einer Krise wie dieser immer der doofe Michel zahlen. Nur er öffnet freiwillig und ohne zu Murren sein Portemonnaie, um die maßlose Gier der Mächtigen zu befriedigen.
Ach, und nur so am Rande: der Aufschwung ist endlich da, unser seltsamer Sparzwang geht selbst unseren Freunden, den Amis, auf den Nerv und diese Schuldenbremse im Grundgesetz ist die dümmste Erfindung seit den Credit Default Swaps.
Das Gute ist nur, dass endlich das wahre Gesicht unserer Mutti zum Vorschein kommt. Sie ist vielmehr eine schwäbische Bäuerin, die für den Gutsbesitzer die Drecksarbeit macht und für die das Volk nichts anderes als die Melkkuh der Reichen ist.
Übrigens, wer jetzt noch sagt, dass die kommenden sozialen Einschnitte so sein müssen, den verdonnere ich zum Lesen aller über 5.000 NachDenkSeiten-Artikel!!!
P.S: Merkel beendet im Agenda Jahr 2010 Schröders begonnenen Sozialabbau. Das nenne ich mal echtes Teamwork!
6. Juni 2010 von stillewasser | Kategorie Medienkritik Neoliberalismuskritik Politik Sozialstaatsdebatte | 1 Kommentar
Hofberichtblogging (16): Der große Wurf
Es ist vollbracht. Die Staatskrise, welche der überhastete Rücktritt Köhlers auslöste, konnte trotz der enormen Zeitdruck in ungeahnter Schnelligkeit beigelegt werden. Das gewohnte Eiern während des komplizierten Auswahlverfahrens bestand wie immer nur aus faulen Kompromissen. Der auserkorene Nachfolge des fahnenflüchtigen Köhlers steht nun fest, es ist Christian Wulff .
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4. Juni 2010 von stillewasser | Kategorie Hofberichtblogging Politik Satire | 6 Kommentare
Der Tod der schwäbischen Hausfrau
Es war Mord, kaltblütig wurde er vor den Augen der Weltöffentlichkeit begangen. Das ahnungslose Opfer, die schwäbische Hausfrau, hatte nicht die geringste Spur einer Chance. Scheinheilig führte die Täterin die Hausfrau aus der schwäbischen Provinz auf das internationale Pakett, doch das war nichts anderes als eine hinterhältige Falle. Geduldig wartete die Mörderin auf den richtigen Zeitpunkt. Schließlich war es soweit: die Zustimmung von Frau Merkel zum aufgespannte Rettungsschirm für den Euro mit einem Volumen von über 720 Milliarden Euro war der gezielte Todesstoß: unsere harte Währung nach guter alten schwäbischen Kleinbürgerart ist Geschichte.
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13. Mai 2010 von stillewasser | Kategorie EU Neoliberalismuskritik Politik Satire | 1 Kommentar
Neues aus dem Elitariat (9): die Elite am Boden
Böse Zungen behaupten, die Isländer hätten ihre Ramschpapiere im Schlot des Eyjafjallajökull entsorgt. Egal was im brodelnden Vulkan verbrannt wird, die Asche, die er kilometerweit in die Atmosphäre pustet und über ganz Europa verteilt, hat jedenfalls den ganzen Luftverkehr im Euroraum lahm gelegt.
Das hat für unser armes Elitariat grausame Auswirkungen: es muss auf dem Boden bleiben. Die Oberschicht kann nicht mehr wie gewohnt sorglos über den Dingen schweben, von oben aus dem Flieger herab auf die im anstrengungslosen Wohlstand dekadierte Masse schauen oder sich entspannt der Abgehobenheit in all seiner Arroganz hingeben. Stattdessen müssen unsere selbst ernannten Leistungsträger während der Vulkanstaub den elitären Himmel vernebelt auf dem kargen Boden des Prekariats eine äußerst unangenehme Zeit erleiden. Das gemeine, an seinem Wohnort harzgebundene Volk hingegen genießt die friedliche Stille über ihm:
Das Elitariat ist am Boden und das elitelose Volk fühlt sich wie im polnischen Himmel!
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20. April 2010 von stillewasser | Kategorie Elitariat Medienkritik Politik SZ Watch Satire | Keine Kommentare
Vietghan
“Die Supermacht unter der Führung ihres Friedensnobelpreiträgers Barack Obama hatte mit seiner neuen, genialen Strategie nichts anderes als Formel für den Frieden gefunden!
Mit einer in der amerikanischen Militärgeschichte größten Truppen- und Materialverlegung aus dem Irak nach Afghanistan wurden die Weichen für dieses historische Ereignis gestellt. In einem unvergleichlichen Durchmarsch mit erstaunlich wenig Kollateralschäden - ein toter Afghane ist immer ein Taliban
- wurde in kürzester Zeit das kriegsgeschundene Land befriedet. Der Aufbau einer Demokratie nach westlichem Standard stellte, dank der Begeisterung der wenigen Überlebenden, für den missionarischen Eifer des Westens keine Überforderung mehr da. Nicht nur das westliche Militär und die Politik fühlte sich, zu recht von diesem unvergleichlichen Erfolg berauscht, wie Götter auf dem Olymp der Globalisierung, auch die Afghanen erkannten in diesem siegreichen Krieg des Westens ein Gotteswerk und konvertierten freiwillig und geschlossen zum Christentum.
Der Leuchtturm der Freiheit und Demokratie erstrahlt am Hindukusch heller als zuvor versprochen!
Dieser unvergleichliche Triumph ist der moralischen, wirtschaftlichen und religiösen Überlegenheit der USA geschuldet, die das Militär erst zu ihrer durchschlagenden Wirkung verhilft.
Ohne die Koalition der Willigen wäre diese Herkulesaufgabe selbst für eine Supermacht nicht zu schultern gewesen. Ein besonderer Anteil an diesem grandiosen Sieg hat der wichtigste Verbündete im Afghanistankrieg: Deutschland! Nur unter der harten und unbeugsamen Führung der Kanzlerin ….”
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11. April 2010 von stillewasser | Kategorie Krieg Politik Satire USA | 3 Kommentare
Frank N. Köhler im Schloss Bellevue
Manche Sensation verbirgt sich unbemerkt in einem schlichten Nebensatz. Doch zuerst möchte ich die erstaunliche Vorgeschichte unnötigerweise ausbreiten.
Die erste Überraschung war, dass unser Bundespräsident ohne zu knutschen aus dem Dornröschenschlaf erwachte. Dann folgte der nächste Schlag, beherzt sprang unser Präsidentenprinz sogleich mitten in mehrere brodelnden Diskussionen hinein: die schwarz-gelbe Regierung sei enttäuschend, das Benzin sei zu billig und als krönender Abschluss buddelte er noch eine Leiche aus dem IWF-Keller aus: eine Insolvenzordnung für überschuldete Staaten.
Aber das alles war noch gar nichts gegen die Sensation, die der SPON nach Jahrzehnten intensivster Investigativjournaillismus in diesen simplen Sätzen offenbarte:
So entwickelt sich der Präsident zunehmend zu einer Belastung für seine Erfinderin Merkel. Er könnte ihr Problem Nummer eins werden.
Hola, der Bundespräsident wurde von der Kanzlerin geklont. Und es kommt noch besser, das Geschöpf ist entartet und wendet sich nun gegen seine Schöpferin: Frank N. Köhler im Schloss Bellevue!
Aber vielleicht sind in den dunklen Schatten der Schlagzeilen gar keine heimtückisch lauernden Monster versteckt und es ist wieder nur eine weitere Spielerei meiner anerkannten Paranoia. In Wahrheit blöken dort im Dunkeln nur die üblichen Unschuldslämmer vor sich hin.
Lesenswerte Links zum Thema:
24. März 2010 von stillewasser | Kategorie Politik Satire | Keine Kommentare
Guttenbergs Götterdämmerung?
Sind wir noch eine Demokratie? Sind die Taten der Politiker entscheidend oder ist es doch nur der massenmedial verliehene Glamour, der für den Machterhalt in unserem Land ausreicht?
Unser amtierender Verteidigungsminister Guttenberg war zum Zeitpunkt der Bombardierung am Kunduz noch der Superstar im Wirtschaftsministerium. Nach seinem Amtswechsel verkündete der populäre Minister, der Vorfall in Afghanistan sei “militärisch angemessen” gewesen. Diese Position ließ sich im Zuge neuer Fakten nicht mehr halten und der Minister korrigierte sich. Doch nicht nur das, er entließ den Vier-Sterne-General Wolfgang Schneiderhan und um Staatssekretär Peter Wichert mit dem schwerwiegenden Vorwurf, sie hätten ihm wichtige Dokumente vorenthalten. Erst dadurch sei seine Fehleinschätzung zustande gekommen.
Jetzt, kurz vor seiner Vernehmung im Kunduz-Untersuchungsausschuß, korrigiert sich der Minister erneut und sagt, die Beschuldigungen gegen die entlassenen Mitarbeiter der Hardhöhe seien falsch.
Das ist ein ungeheuerlicher Vorgang. Zwei hochrangige Mitarbeiter wurden nach Gutsherrenart geopfert und der Minister “korrigiert” nicht nur die Entlassungsgründe, auch seine damalige Bewertung der “militärischen Angemessenheit” fällt nun in sich zusammen!
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11. März 2010 von stillewasser | Kategorie Krieg Politik | 2 Kommentare







