Neues aus dem Elitariat (2): Wir reiten die Monsterwelle
Der gemütliche Spätsommer neigt sich dem Ende entgegen. Für das gemeine deutsche Völkchen bricht nun die prekäre Zeit des bitter kalten Winters an, die Umverteilungsgewinner des Elitariats jedoch dürfen weiterhin auf der Sonnenseite des angenehm feudalen Lebens verweilen.
Mit dem aufziehendem Winter endet auch die einschläfernde Krisenflaute. Die lange herbei gesehnte, herbstliche Finanzwellensurfsaison beginnt. Nach der verdächtigen Stille der vergangenen Monate wird es auch endlich Zeit, dass das freudlose Planschen in der nahezu grenzenlosen Liquididät des Zentralbankgeldes sein verdientes Ende findet. Der erfahrene Krisensurfer konnte das sanfte Rauschen der sich langsam nähernden zweiten Welle der Finanzkrise hören, die sich für die meisten unbemerkt am Horizont auftürmte. Das beständige Grundrauschen des Bankensterbens in Amerika wird lauter. Nach dem Zusammenbruch des Mittelstandsfinanzierers CIT ist die FED wieder dazu gezwungen, die Notenpresse auf Sturmstärke laufen zu lassen. In Britanien erreichen bereits die ersten Ausläufer der neuen Sturmsaison die Küste, die britischen Banken benötigen einen zweiten Bailout.
Der kalte Wind wird schärfer und das kräuseln der Wellen stärker. Die Vorzeichen sind günstig für eine noch nie dagewesene Krisenwellensurfsaison. Denn wer weiß, vielleicht gibt es diesmal sogar die lange prophezeite Monsterwelle. Falls es soweit sein sollte, wird es ein wahnsinns Ritt werden, Leute!
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6. November 2009 von stillewasser | Kategorie Elitariat Finanzkrise Politik Satire USA Wirtschaftskrise | Keine Kommentare
Von der Voodoo- zur Vampir-Ökonomie
Todgesagte Leben länger, die Voodoo-Banken melden sich immer noch leblos, aber gestärkt auf der Bühne der Weltwirtschaftskrise zurück. Das frische, rote Blut der Zentralbanken gab ihnen ihre übernatürlichen Kräfte zurück. Jetzt haben sie Hunger nach mehr vom diesem Lebenssaft, der die Wirtschaft am Leben erhält.
JP Morgan feiert ihre V-förmige Katapultierung aus der Krise. Eine scheintote Voodoo- wird zur hungrigen Vampir-Bank. Die Krise ist überwunden, das Spiel von gefressen und gefressen werden beginnt von Neuem.
Doch neben all dem Voodoo und Vampir-Banken gibt es noch eine dritte Sorte, sie nennt sich schlicht und einfach Verlierer. Einer muss sich schließlich für diesen kaum noch möglich gehaltenen Aufschwung aus der Krise opfern. Einer dieser heldenhaften Verlierer ist die Bank of Amerika.
Wie kommt es zu dieser erstaunlichen 2-Klassen Gesellschaft der Banken? Der Grund ist einfach, am Tropf des mit billigen Geld gefluteten Kapitalmärkte hängen die wiedererstarkten Voodoo-Banken, während die Arbeitslosigkeit in den USA unerbittlich steigt und die Banken mit traditionellem Kerngeschäft in den Abgrund der Weltwirtschaftskrise reißen. Eine gelungene Rollenverteilung, welche die amerikanische Regierung meisterhaft inszeniert hat.
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17. Oktober 2009 von stillewasser | Kategorie Finanzkrise Satire USA Wirtschaftskrise | Keine Kommentare







