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unabhängig - medienkritisch - mit Spuren von Satire

Bulos 1.000 Nachsteiger

Ich weiß nicht, ob ich im Titel Follower richtig übersetzt habe, aber im Moment traue ich mich einfach nicht, englische Worte zu verwenden. Der denglische Westerwave, unser schwänglischende Öttinger und Oberst Klein haben mir gezeigt, wie gefährlich es sein kann, wenn ein Deutscher seine Muttersprache verlässt.

Ok, jetzt aber zu einer wirklich tollen Nachricht: Ich habe gewonnen!!!

Bei F!XMBR habe ich von einem spontanen Gewinnspiel bei Bulo erfahren. Seine satirischen Zeichnungen finde ich echt Klasse, sie haben oft bissigen Humor und viel Wortwitz, wie zum Beispiel eines meiner Lieblingswitze: “Ich bin Kohl .. ich Köhler”. Seine FDP-kritischen Zeichnungen kosten ihn immer Twitter-Nachsteiger und der Platz des 1.000 wurde wegen dieser Falschmeldung wieder frei. Wer ihn bekommt, auf den wartete eine Überraschung. Tja, da habe ich mich schnell bei Twitter registriert - bisher hatte ich von dem Gezwitscher nicht viel gehalten - flog flugs bei Bulo vorbei - und und siehe da: ich war der 1.000 Twitter-Dingens!
Seid ihr auch so gespannt auf den Preis, wie ich? Heute kam er per Post, eine persönliche Zeichnung:

bulo

Auf das Geschenk bin ich richtig stolz, es hat bei mir einen Ehrenplatz erhalten :-D Und lehrreich ist es auch, jedenfalls für mich: jeder bekommt das, was er verdient, außer unser Elitariat  ;-)

Tausend Dank an den unvergleichlichen Bulo, ich werde dir weiterhin nachsteigen!


Öttinger speaks schwänglisch [update]

(via mediaclinique)

Our  new EU commissioner Öttinger erfounded a new language: schwänglisch. It is earning to hear him speaking. I think, it is a wider-development of se fdp-english from westerwave.

[update] Inzwischen wurde das Video aufgrund eines Copyright-Verstoßes gesperrt. Zum Glück gibt es Transsrikpte und es ist sogar das original Redemanuskript aufgetaucht. [/update]


Vom Gelbfieber zur Gelbsucht

aeskulapDer Gesundheitszustand unseres Gesundheitssystems hat sich rapide verschlechtert. War es zuerst nur leichtes Gelbfieber, so hat es sich nun zu einer richtigen Gelbsucht entwickelt. Die kleine Rosskur, auch unter dem Namen Rösler-Kürle bekannt,  hat im Gesundheitssystem angeschlagen.
Das Ziel der Kur ist klar vorgegeben: die  Zwei-Klassen-Medizin, in dem sich das Elitariat auch gesundheitlich vom gemeinen Volk abgrenzen darf. Die widernatürliche gesetzliche Einheitsversorgung muss so schnell wie möglich in kapitalgedeckte Privatmodelle überführt werden. Erst dann haben die Versicherten die Freiheit, je nach Geldbeutel ihre Gesundheit zu versichern oder zu erkaufen. Eine solche Selbstbeteiligungen ist in den Augen der FDP für ein kosten- und gesundheitsbewusstes Verhalten unerlässlich. Nur Reiche können sich dann die Gesundheit leisten und werden sie erst im Gegensatz zum armen und kranken Gesundheitsprekariat so richtig zu schätzen wissen.


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Neues aus dem Elitariat (3): dement werden sie alle

elit1kleinWas macht eigentlich unser Elitariat im wohlverdienten Ruhestand? Schauen wir einmal nach:
Um unseren  sprücheklopfender Ex-Finanzminister Steinbrück ist es still geworden. Er wurde jetzt Aufsichtsratsmitglied der  Thyssen Krupp AG. Hm, merkwürdig. Weshalb steigt ein solches Prachtelitariat mit solch ausgezeichneten Qualifikationen nicht zum Olymp der Finanzwelt auf? Der Grund könnte sein, dass jeder in dieser Branche seine Eigenschaft kennt, vom Gegenüber willenlos über den Tisch gezogen zu werden und dies danach mit markigen Sprüchen als eigenen Sieg zu verkaufen. Egal, nur als altes Eisen hat er eine äußerst zweifelhafte Wahl getroffen.

Und wie hieß eigentlich sein Vorgänger nochmal? Ja, richtig, Hans Eichel. Was macht er denn so? Er hat sich wohl bei seiner Alterversorgung verspekuliert und klagt daher eine Extra-Pension ein.

Und bereits deutliche Alterserscheinungen zeigt unser Topökonom Herr Sinn. Er drängt auf eine Zwangsverstaatlichung des Bankensektors: das billige Zentralbankgeld wird nachhaltig in Boni und Dividenden investiert, die Geschenke der EZB werden jedoch nicht wie erwartet an Firmen und Privatleuten weitergereicht. Man muss wirklich ein altersweiser Topökonom sein, um diese Entwicklung nicht vorhersehen zu können.


Neues aus dem Elitariat (2): Wir reiten die Monsterwelle

elit1kleinDer gemütliche Spätsommer neigt sich dem Ende entgegen. Für das gemeine deutsche Völkchen bricht nun die prekäre Zeit des bitter kalten Winters an, die Umverteilungsgewinner des Elitariats jedoch dürfen weiterhin auf der Sonnenseite des angenehm feudalen Lebens verweilen.
Mit dem aufziehendem Winter endet auch die einschläfernde Krisenflaute. Die lange herbei gesehnte, herbstliche Finanzwellensurfsaison beginnt. Nach der verdächtigen Stille der vergangenen Monate wird es auch endlich Zeit, dass das freudlose Planschen in der nahezu grenzenlosen Liquididät des Zentralbankgeldes sein verdientes Ende findet. Der erfahrene Krisensurfer konnte das sanfte Rauschen der sich langsam nähernden zweiten Welle der Finanzkrise hören, die sich für die meisten unbemerkt am Horizont auftürmte. Das beständige Grundrauschen des Bankensterbens in Amerika wird lauter. Nach dem Zusammenbruch des Mittelstandsfinanzierers CIT ist die FED wieder dazu gezwungen, die Notenpresse auf Sturmstärke laufen zu lassen. In Britanien erreichen bereits die ersten Ausläufer der neuen Sturmsaison die Küste, die britischen Banken benötigen einen zweiten Bailout.

Der kalte Wind wird schärfer und das kräuseln der Wellen stärker. Die Vorzeichen sind günstig für eine noch nie dagewesene Krisenwellensurfsaison. Denn wer weiß, vielleicht gibt es diesmal sogar die lange prophezeite Monsterwelle. Falls es soweit sein sollte, wird es ein wahnsinns Ritt werden, Leute!

Lesenswerte Links zum Thema:


Neues aus dem Elitariat (1): die Tigerente regiert

elit1kleinUnsere Elite befindet sich in einer prekären Situation, ihre Unfähigkeit mit der Moderne umzugehen hat uns eine Weltwirtschaftskrise im historischen Ausmaße beschert. Nur auf eines ist verlass: in Krisenzeiten scharrt sich der deutsche Michel um sein Elitariat, der überzeugende Wahlsieg der politischen Tigerente ist Beleg dieser Nibelungentreue. Und gemeinsam werden wir uns ans Werk machen, das Elitariat darf endlich - da es nun vollständig das Ruder übernehmen durfte - seine Vorstellung der perfekten Gesellschaft umsetzen. Darin lässt sich gut leben - so für die ca.0,002 % der Oberschicht. Aber immerhin ist das Elitariat mehr als Nichts!

Die Koalitionsverhandlungen haben die unnachahmliche Stärke unseres schwarz-gelben Dreampairs offenbart: der geniale Kniff mittels eines Schattenhausaltes das Wahlversprechen von Steuersenkungen inmitten der Wirtschaftskrise zu ermöglichen, entpuppte sich als grundgesetzwidrig. Doch so schnell gibt unser Elitariat nicht auf. Trotz dieser Widrigkeiten konnte die neue Regierung in ihrem Koalitionsvertrag eine neoliberale Horrorliste zusammen stellen, die ein Ende des Solidarprinzips unserer Gesellschaft einläutet und uns sicher in die nächste elitariatsverursachte Krise führen wird.

Es wird wenig Neues, aber viel Stoff zum Berichten aus dem Elitariat geben.
Fortsetzung folgt …

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Ich habe diese Hornissen-, Tigerenten-, Mövenpick-, Sternschnuppen-, Taliberalen- Regierung nicht gewählt! Ganz, ganz ehrlich!!!

Macht mich also nicht verantwortlich für ...

  • ... die Kunduz-Vertuschung
  • ... das Finanz-Kasino
  • .. der aktiven Sterbehilfe am Gesundheitssystem
  • ... das Wachstumsmurksgesetz
  • ...
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