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Yes, we make peace ?!

Barrack Hussein ObamaBarack Obama erhält den Friedensnobelpreis. Für mich eine überraschende und auch eine zweifelhafte Entscheidung. In seinen ersten neun Monaten hat er viele vollmundige Ankündigungen gemacht, konnte davon jedoch wenig Konkretes umgesetzen: eine neue Ära des atomaren Abrüstens versprochen, der Truppenabzug aus dem Irak ist angekündigt, Guantanamo wird voraussichtlich nicht im angekündigten Zeitrahmen  geschlossen, in Afghanistan wurden die Truppen erhöht,  das Kriegsgebiet in Pakistan wurde massiv ausgeweitet und die militärische Gewalt in den Kriegsgebieten eskaliert.
Obama bot keinen Einhalt gegen die Verbrechen der israelischen Armee an der palästinensischen Zivilbevölkerung in Gaza. Auch zu einem weiteren wichtigen aktuellen Brennpunkt, dem Iran, ist vom amerikanischen Präsidenten viel Schweigen zu hören, das mit martialischen Untertönen aus den Reihen des  Militärs unterlegt ist.

Nach der apokalyptisch kreuzzüglerischen  Strategie des “Krieges gegen den Terror” seines Vorgängers Georg W. Bush ist eine friedlichere Politik unabdingbar, Obama hat diese mit seinem “Yes, we can” entschlossen eingeläutet. Frieden herrscht allerdings noch lange nicht, wie die Konfliktherde Irak, Afghanistan und Pakistan zeigen. Und ob sich Obama nicht doch zu einem weiteren Waffengang gezwungen sieht, wird erst die Zukunft zeigen.
Falls der Friedensnobelpreis für Barack Obama zu einem erfolgreichen Faustpfand wird, um die Ziele der Supermacht USA auf einem friedlichen Weg zu verwirklichen, dann ist jedoch heute ein sehr guter Tag!

[update] Erst in wenigen Tagen, am 10. Dezember,  wird Obama offiziell der Friedensnobelpreis verliehen. Meine - zugegeben - naive Hoffnung auf friedlichere Zeiten sind bereits jetzt schon an der Realität zerschollen: Der amerikanische Präsident  läutet eine weitere Eskalationsstufe im Afghanistankrieg ein. Obama sollte den Preis ablehnen.  [/update]


No, we can’t

Gefangenenlager Guantanamo BayIn der heutigen Zeit ist diese Nachricht eine ausgesprochene Ungeheuerlichkeit: der frisch vereidigte amerikanische Präsident Barack Obama beginnt noch in der Nacht seiner Amtseinführung  die im Wahlkampf angekündigten Versprechungen in die Tat umzusetzen! Er erläßt ein Moratorium für die Militärtribunale in Guantanamo und stoppt alle Verwaltungsakte der abgelösten Bush-Regierung.

Jedoch hat nicht jeder den Wandel an der Spitze der Supermacht wahrgenommen.  Deutschland könnte ein Zeichen setzen und diesen neuen Kurs mittragen. Wir müssten uns nur dazu bereit erklären,  bei einer Auflösung des menschenrechtswidrigen Gefängnisses einige Inhaftierte bei uns aufzunehmen. Unser abweisender Innenminister Schäuble hat auf diese Frage sinngemäß erwidert: “No, we can’t”.

Braucht es eigentlich noch irgendeinen Beweis, dass hier in Deutschland ein Wandel überfällig ist?


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