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unabhängig - medienkritisch - mit Spuren von Satire

P P P und DIE die

bundestagNach über 60 Jahren Demokratie hat sich die Idee von der Souveränität des Volkes an den etablierten Politik- und sonstigen Machtstrukturen abgeschliffen. Es wird Zeit, dies endlich anzuerkennen und den alten Balast abzuwerfen. Fangen wir mal mit den Parteinamen an:
das Demokratische kann in allen Parteien restlos gestrichen werden, denn die Partei steht weit über ihr.
Was ist mit christlich oder sozial? Das sind doch altbackene Werte, die in unserem modernen Leben nicht mehr benötigen werden. Sie können ohne schlechtes Gewissen entfernt werden.
Das alles ist heute ebenso utopisch wie Freiheit. Denn wie uns erfolgreich eingetrichtert wurde, geht Sicherheit über alles. Ohne die Sicherheit gäbe es nämlich nur die Unsicherheit des alltäglichen Lebens und vor dieser müssen wir dringend beschützt werden. Und was noch viel schlimmer ist, der nächste Angriff der Bürger auf den Staat, um ihre Freiheit wieder zu erlangen, steht bestimmt bald bevor.
Ökologisch ist was ökonomisch ist - so oder so ähnlich lautet doch die Maxime der aktuellen Umweltpolitik,  die Umwelt muss schließlich bezahlbar bleiben. Grün könne wir also auch streichen und bedenkenlos durch den neoliberalen Einheitsbrei ersetzen.
Tja, und links geht ja wohl gar nicht, da können wir ja gleich den Kommunismus einführen.

Was bleibt? Nur noch ein paar bunte Buchstaben:

P P P und DIE die

Ein Ergebnis, so nichtssagend wie es unserer Politik zusteht ;-)

P.S: Das P steht bei den Emoticons für eine herausgestreckte Zunge. Ich glaube, das ist kein Zufall :-P


Medienpolitik in der Krise

In der Krise gelten andere Spielregeln, natürlich auch für die Medien. In einem Interview erklärt der hessische Ministerpräsident der Nach-Ypsilanti-Ära, Roland Koch, weshalb der Vertrag des ZDF-Chefredakteus Brender aufgrund rapid fallender Quoten auslaufen müsse. Diese offensichtliche Quotenkrise könnte jedoch eine unbemerkte Machtdemonstration verdecken. Der starke politische Druck auf einen öffentlich-rechtlicher Chefredakteur dürfte zur Sicherstellung des Parteienproporzes in den Kremien der Medienanstalten dienen. Jedenfalls sehen viele im Vorgehen Kochs einen schwerwiegenden Eingriff in die Rundfunkfreiheit und stehen Brender bei.

Dieser nun seit einigen Tagen schwelende Konflikt hat eine neue Dimension bekommen. Nach Informationen von Spiegel Online befürwortet die Bundeskanzlerin Merkel eine Absetzung Benders. Dieser Wendung ist verständlich. Die Rettungsmaßnahmen der Regierung in der Finanz- und Wirtschaftskrise müssen statt in unnötigen Worten in angemessenen Bildern zelebriert werden. Die für die Bürger nachhaltigen Unterschriften unter die Blankoschecks für die Finanzjongleure bedürfen gemäß einer guten Kriseninszenierung der entsprechenden medialen Präsentation.

Schön, dass die Kanzlerin in der Krise bereit ist, ein Opfer - hier in Form eines undiplomatischen Chefredakteurs - zu bringen


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