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unabhängig - medienkritisch - mit Spuren von Satire

Fahndungserfolg!?

zensurstoppschildDas BKA hat einen Fahndungsaufruf gestartet. Es wurde wieder eines dieser Millionen unvorstellbar grausamen Kinderpornographiefilmen im Internet entdeckt, eben eines dieser Delikte, in dem das BKA eine vom Bundesfamilienministerium ausgesprochene Kompetenz besitzt. Der Verdächtige konnte nicht ermittelt werden, daher war das BKA gezwungen, einen medienwirksamen Fahndungsaufruf mit Bildern und einer Stimmenprobe zu starten. Und siehe da, nach nur einem Tag klickten die Handschellen. Das BKA handelte schnell und konsequent, die Qualitätsmedien standen hilfreich zur Seite, der mutmaßliche Verbrecher konnte gefasst werden und die Welt ist wieder sicher und gut!

Wirklich? Eigentlich schon. Nur, ein paar pikante Details dieser Erfolgsgeschichte fehlen noch: das Video stammt aus dem Jahr 1993, der Verdächtige ist für diese Tat längst verurteilt worden und er lebt nach der Verbüßung seiner Strafe in einem betreuten Wohnprojekt. Der Verdächtige ist nach der Festnahme wieder auf freiem Fuß, da in seiner Wohnung nichts verdächtiges gefunden wurde, nicht einmal ein Computer. Wie allerdings dann das Video ins Internet gelangen konnte, bleibt ein Rätsel.

(via radio-utopie)


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Rette Deine Freiheit

Es gibt eine eigene Internetseite zu diesem Film mit vielen Infos.

(via)


Die Burka der Blogger

burkaDas Netz konnte sich Jahrzehnte lang nach seiner eigenen Philosophie und seinen Regeln entwickeln, das tat ihm sehr gut. Die ersten Berührungen mit der Offlinewelt fanden erst mit der Kommerzialisierung des Internets statt. Seit dem ist Frage des Urheberrechts in der digitalen Welt für die Musik- und Filmbranche ein Dauerbrennerthema.
Doch aus dieser tastenden, manchmal knirschenden Annäherung wird zunehmend ein ausgewachsener Kulturkampf. Anfangs bot das Internet mit seiner modernen Technologie neue, kostensparende Vertriebs- und Marketingkanäle. Mit den ersten Internetkonzernen jedoch, die das Netz zu einer Google machten, wurden völlig neuen Geschäftsmodelle eingeführt. Ganze Geschäftsbereiche mit einer langer Tradition, wie den Qualitätsjournalismus, gerieten daraufhin in unerwartet schwere Bedrängnis. Während Internetfirmen die Struktur und Möglichkeiten des Netzes nutzen, versuchen netzfremde Firmen und Konzerne ihre gewohnten Kontrolle und Deutungshoheit, die sie aus ihrer Offlinewelt kennen, im Netz möglichst uneingeschränkt durchzusetzen. Justiz, Politik und Medien sind dabei ihre willigen Helfer, die ihnen - wie sie es ja aus ihrer Welt gewohnt sind - zur Seite stehen, und sie beim Versuch des Zugriffs auf das Netz tatkräftig unterstützen. Das ganze wird mit einem schön einfachen Slogan legitimiert: das Netz ist ein rechtsfreier Raum, er muss dringend kontrolliert werden!


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Das Internet ist ein Chaosraum

von Elias Schwerdtfeger

Ursula von der Leyen hat es geschafft, Kinderpornographie darf im Internet bleiben, sie wird nur mit Stopp-Schildern zugedeckt. Von diesem Erfolg ihres Waschtages im Internet beflügelt, hat sie heute in einem Interview weitere Wasch- bzw. Sperrmaßnahmen angekündigt. Sie hat im rechtsfreien Raum des Internets - wider der angekündigten Erwartung - weitere schmutzige Ecken gefunden. Das Ziel eines blütenweißen Internets ohne die schmutzigen Worte des prekären Volkes sind zum Greifen nahe:

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Linke Link-Ökonomie

Das Internet ist ein rechtsfreier Raum, aber das kann ein rechtschaffener Mann wie Hubert Burda nicht so einfach hinnehmen. Mutig macht sich der bekannte Verleger auf zu einem Kreuzzug gegen das Machtzentrum des Bösen im Netz: Google & Co.! Wortgewand klagt er an, dass Suchmaschinen mit ihrer linken “Link-Ökonomie” überproportional von den teuer erstellten Inhalten der Medien profitieren. Ihre üblen versklavten Helfer, die Crawler, schleichen durch alle Datenleitungen und sammeln und sie verwerten alles, was sie in die Finger bekommen können und - das ist ja das Schlimme - bezahlen nichts für ihre virtuellen Raubzüge! Jedoch, es gäbe einen einfachen Schutz vor dieser Plage: die Medien könnten ihre Webangebote mit ein paar Zeilen Programmcode schützen. Sie müssten in ihrer robots.txt folgende Zeilen hinzufügen und sie hätten vor Suchmaschinen und lästigen Besuchern absolute Ruhe:

User-agent: *
Disallow: /

Wahlweise könnte auch ein Stoppschild vor den Internetseiten unserer netzphobischen Medienelite aufgestellt werden. Das dumme Internetvolk muss nämlich dringend vor einer Überdosis an Qualitätsjournalismus beschützt werden.

[update] In Fragen des Geldes und der Macht der Medien muss natürlich auch Springer mitspringen und fordert eine Zwangsabgabe auf Computer. Mit diesen in einem stetig steigenden Stakkato vorgetragenen  Forderungen nach Subventionen des Qualitätsjournalismus setzt sich der Perlentaucher auseinander und belegt, dass es sich hierbei nur im die Sicherung von Pfründen und der Erhaltung überkommener Geschäftsmodelle handelt. [/update]

[update] Der DJV-Bundesvorsitzender Michael Konke bläst in das gleiche Angriffshorn auf Google wie Burda. Google hat aufgrund dieser merkwürdigen Attacken aus dem alten Europa in einem Blogbeitrag den Verlegern empfohlen, ihre robots.txt zu ändern :-D
[/update]

(via chefarztfraulicher:beobachter)


Schluss mit dem rechtsfreien Raum im Netz!

Es muss wieder Zucht und Ordnung in der verkommenen Welt des Internets herrschen! Es bedarf traditioneller Werte wie den Pfadfindertugenden, um diese eklatanten Missstände zu bekämpfen: jeden Tag eine Sünde im Netz entdecken, mit eiserner Hand das Übel anpacken und das Netz endlich zu einem Ort des rechten Rechts machen!

Meine heutige gute Tat ist es, dem Datenschutz im Netz zu seinem wohlverdienten Recht zu verhelfen. Es gibt böse Seitenbetreiber, die den ahnungslosen Surfer in die Irre führen und ihn über die Verwendung der gesammelten und analysierten Daten schlichtweg belügen. Ein solch dreister Fall ist zum Beispiel die Homepage der CDU. Das sage ich nur ein verabscheuendes Pfui.


Zensur

todesanzeigegg5Heute hat der Bundestag das Gesetz zur Bekämpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen verabschiedet gegen den sich im Netz ein heftiger und nachhaltiger Protest formiert hatte. Der Protest gegen die geplante und nun realisierte Sperrung von Internetseiten verbreitete sich unter dem Begriff Zensursula, eine Homage an die bedingungslose Verfechterin des Gesetzesvorhabens, mit viraler Geschwindigkeit im Netz. Das markanteste Zeichen des Protestes wurde die bisher erfolgreichste Online Petition “Internet - Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten”, die in der vierwöchigen Zeichnungsfrist von insgesamt 134.014 Bürgern unterzeichnet wurde. Beachtenswert ist, dass trotz des politisch aufgedrückten Makels der Kinderpädophelie viele Unterstützer nicht nur bereit waren ihren Namen zu veröffentlichen, sondern auch ihr Gesicht zu zeigen.
Das Gesetz ist verabschiedet, aber die Petition dümpelt noch in der parlamentarischen Prüfung. Die Initiatorin, Franziska Heine, darf also im Bundestag erst nach dem in Kraft treten des Gesetzes ihre Bedenken vortragen - welch  kroteske Farce und welch heftiger Tiefschlag für engagierte Bürger!


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Ungeschminkte Zensur [update]

zensurstoppschildEs geht wieder einmal um das Thema Zensur. Die Familienministerin Ursula von der Leyen hält an dem umstrittenen Internet-Stoppschild fest, obwohl bisher jedes Argument entkräftet werden konnte und mit einer Internet-Petition gegen die Internetzensur, die weit über 100.000 Unterzeichner fand von denen viele sich nicht scheuten, ihr Gesicht zu zeigen, das Zensurvorhaben heftigen Gegenwind erfuhr.

Einige vermuten hinter dieser Sturheit schlicht den üblichen politischen Populismus, andere sehen einen zunehmenden heftiger werdenden Kulturkampf der Generation C64.
Das Internet bringt nicht nur die Geschäftsmodelle der Musik- und Filmindustrie ins Wanken, auch die Meinungs- und Deutungshoheit des Qualitätjournalismus und der Politik verlieren ihr Monopol Der bisherige Höhepunkt dieser Auseinandersetzung ist die Verbreitung der Lüge:
das Internet ist ein rechtsfreier Raum.


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Ich habe diese Hornissen-, Tigerenten-, Mövenpick-, Sternschnuppen-, Taliberalen- Regierung nicht gewählt! Ganz, ganz ehrlich!!!

Macht mich also nicht verantwortlich für ...

  • ... die Kunduz-Vertuschung
  • ... das Finanz-Kasino
  • .. der aktiven Sterbehilfe am Gesundheitssystem
  • ... das Wachstumsmurksgesetz
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