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Bündnis für ein Sanktionsmoratorium

sanktionsmoratoriumDer Sanktionsparagraph 31 des Sozialgesetzbuches erlaubt bei einem so genannten Pflichtverstoß ­– wenn zum Beispiel ein Bewerbungstraining oder eine Arbeitsgelegenheit nicht genutzt wurde – die komplette Streichung der Leistung des Betroffenen für ganze drei Monate. Gegen diese mehr als fragwürdige Praxis hat sich ein breites Bündnis zusammen gefunden und ruft zu einem Sanktionsmoratorium auf.

Diese Art des Forderns geht eindeutig einen Schritt zu weit und daher unterstütze ich diesen Aufruf. Übrigens, der Aufruf kann auch online gezeichnet werden.


Sklavenmarkt (5): Die Knechte des Qualitätsjournalismus

sklavenUnsere Zunft der Juristen ist, handelt es sich um die Ausgestaltung von Sklaven- und Knebelveträgen, stets von einer Kreativität beseelt, die ihre hingebungsvolle Mitmenschlichkeit für die Sorgen der Sklavenhalter offenbart. Ihre Worte gewinnen eine unbekannte Tiefe, die selbst im spröden Ambiente einer Vetragsurkunde ihre Wirkung nicht verfehlen. Stefan Niggemeier hat ein bisher unbekanntes und einmaliges Stück juristischer Poesie gefunden.

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Sklavenmarkt (4): Was kommt nach Hartz IV?

sklavenWer hätte das noch für möglich gehalten, rechtzeitig vor der Wahl entdeckt die FDP ihr neoliberales Herz für Hartz IV empfänger! Sie fordert ein Ende des skandalös niedrigen Schonvermögens für die Altersvorsorge bei Hatz IV Empfänger.
Ich gestehe, eine kleine Krokodilsträne konnte ich mir bei all diesem Mitleid für die sorgsam angesparte Mäuse nicht verkneifen. Denn es kann doch nicht sein, dass die von Lobbyisten mühsam eingerichtete Umleitung der Finanzströme vom staatlichen Renten- in das marode Finanzsystem, wie sie es elegant mit der Riester-Lüge eingefädelt hatten, durch die tiefen Einschnitte ins soziale Netz einfach so wieder zurück zum Staat fließen. Nein, das Geld für die Altersvorsorge soll im privaten Kapitalmarkt bleiben und nur da!
Jetzt muss nur noch das Renteneintrittsalter schrittweise auf über 200 Jahre angehoben werden, um die ungemütliche Wartezeit bis zum Grab endgültig abzuschaffen. Der letzte Akt ist die vollständige Stasi 2.0 Kontrolle des Arbeitsmarktes. Nach erfolgreicher Umsetzung dieser Reformen kann der Arbeits- und Rentenmarkt offiziell zum Sklavenmarkt umbenannt werden. Dann dürfen die Herren der Sklaven für den angemessenen Ruhestand ihrer Leibeigenen aufkommen und die netten Herren können die dafür vorgesehene private Sklavenvorsorge einstreichen.


Sklavenmarkt (3): 500 Euro für 18 Monate Arbeit

500 € für 18 Monate Arbeit: Menschenhandel und menschenunwürdige Ausbeutung sind in Deutschland keine Einzelfälle. [update] Etwas mehr kosten türkische Bauarbeiter auf eine Hochtief-Baustelle: ab 2,50 € pro Stunde [/update]

Aus neoliberaler Sicht führt diese rege Konkurrenz auf dem Sklavenmarkt zu einem optimierten Angebot an Arbeitskraft.


Sklavenmarkt (2)

Ja, Sklaven gibt es in der modernen Welt viele. Ganz übel drann sind die Computerknechte, aber die wissen sich wenigstens zu wehren ;-)

(via basicthinking)


Sklavenmarkt (1)

zeitarbeitramschaktionIrgentwie ist es beruhigend, wenn der Fortschritt Einzug hält. Früher, bevor es das Internet oder den Kapitalismus gab,  wurde der Mensch versklavt und auf den Märkten zum Höchstgebot verkauft. Der Sklave musste auf der Auktion ein Täfelchen um den Hals tragen, auf dem seine Eigenschaften und Vorzüge notiert waren. Diese unzivilisierten Zeiten sind zum Glück längst Geschichte.

Heute werden keine Sklaven, sondern nur Arbeitskräfte auf dem Markt angeboten. Und diese nicht zu Höchst-, sondern zu Rabattpreisen. Die aktuelle Wirtschaftskrise ist für die Jobvermittler die einmalige Gelegenheit, Arbeitskräfte zu Ramschkonditionen anzubieten. Willkommen in der Moderne …


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