SZenso

unabhängig - medienkritisch - mit Spuren von Satire

Von der Voodoo- zur Vampir-Ökonomie

ZombiebänkerTodgesagte Leben länger, die Voodoo-Banken melden sich immer noch leblos, aber gestärkt auf der Bühne der Weltwirtschaftskrise zurück. Das frische, rote Blut der Zentralbanken gab ihnen ihre übernatürlichen Kräfte zurück. Jetzt haben sie Hunger nach mehr vom diesem Lebenssaft, der die Wirtschaft am Leben erhält.
JP Morgan feiert ihre V-förmige Katapultierung aus der Krise. Eine scheintote Voodoo- wird zur hungrigen Vampir-Bank. Die Krise ist überwunden, das Spiel von gefressen und gefressen werden beginnt von Neuem.
Doch neben all dem Voodoo und Vampir-Banken gibt es noch eine dritte Sorte, sie nennt sich schlicht und einfach Verlierer. Einer muss sich schließlich für diesen kaum noch möglich gehaltenen Aufschwung aus der Krise opfern. Einer dieser heldenhaften Verlierer ist die Bank of Amerika.
Wie kommt es zu dieser erstaunlichen 2-Klassen Gesellschaft der Banken? Der Grund ist einfach, am Tropf des mit billigen Geld gefluteten Kapitalmärkte hängen die wiedererstarkten Voodoo-Banken, während die Arbeitslosigkeit in den USA unerbittlich steigt und die Banken mit traditionellem Kerngeschäft in den Abgrund der Weltwirtschaftskrise reißen. Eine gelungene Rollenverteilung, welche die amerikanische Regierung meisterhaft inszeniert hat.


» Beitrag “Von der Voodoo- zur Vampir-Ökonomie” weiterlesen


Dollar-Marketing

Das US-Haushaltsdefizit von geschätzten 1750 Mrd. $ beunruhigt Investoren weltweit. Der Dollar fällt, die Renditen auf Treasuries steigen. Finanzminister Geithner versucht die Wogen zu glätten - und verbreitet angeblich optimistische Aussagen der Chinesen.

Wie soll  man dieses Dollar-Marketing des amerikanischen Finanzministers verstehen? Sind seine Spin-Doktoren alle beim Arzt?


Spinnennetze der Finanzakrobatik

geithnerHat sich in der Welt der Finanzakrobatik seit Ausbruch der Krise irgendetwas geändert? Wie sieht der change des marikanischen Präsidenten Barack Obama aus? Yes, we can do it again!, sagt sich die Wall Street. Mit dem amerikanischen Finanzminister Tim Geithner hat sie weiterhin ihr Zentrum des Spinnennetzes im Oval Office, wie eine investigative Reportage der New York Times und Geithners offengelegter Terminkalender belegen.
[update] Das Wall-Street Spinnennetz zieht seine Fäden durch ganz Washington.  [/update]

Für uns in Deutschland ist die Supermacht Amerika wie immer ein Vorbild, auch bei uns funktionieren die alten Seilschaften. Die Wirtschaftswoche berichtet über einen Aufruf  “Rettet die [krisenbewährte] Wirtschaftspolitik an den Universitäten!”, der von 83 namhaften Professoren für Volkswirtschaftslehre unterzeichnet wurde. Die Nachdenkseiten haben sich die Unterzeichner genauer angeschaut. Es ist eine Horrorliste der ordoliberalen Wirtschaftsökonomie, die um ihre Vormachtstellung an den Universitäten kämpft. Eine weitere aufschlussreiche Dokumentation der Verfilzung unserer Finanzjongleure bietet die etwas angestaubte Unterzeichnerliste des Hamburger Apells aus dem Jahre 2005, die sich schlicht unter dem Motto “250 Professoren – 10 Thesen – 1 Meinung” zusammenfassen lässt.


Schlagworte

Aktionen