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unabhängig - medienkritisch - mit Spuren von Satire

Waschtag für das Internet

von Elias Schwerdtfeger

Bild von Elias Schwerdtfeger

Das Internet ist zu schmutzig, findet unsere Familienministerin von der Leyen, die eine bemerkenswerte Karriere von der siebenfachen Mutter bis zur Ministerin durchlief. Nein, das ist keine ministerielle Sauberkeitsparanoia, es ist bitterer Ernst: hinter jedem Klick lauern die Abgründe unserer Gesellschaft. Wer nicht sorgfältig beim Surfen aufpasst, kommt leicht von den politisch korrekten Pfaden ab und landet am Ende sogar im geistigen Nirvana des Neoliberalismus, wie hier, hier oder hier. Das sind bei weitem nicht alle Gefahren, die im Internet lauern. In einem aktuell Fall hat das schweizer Bankhaus UBS, der kriselnde Finanzriese, seine Homepage mit einer Pornoseite verlinkt. Ein Besuch des Schwarzgeldkontos könnte so ganz schnell auf der Wuttreppe der Super Nanny des sauberen Internets enden!

Ohne den medialen Werbefeldzug wären die schmutzigen Flecken in den tiefen des Internets verborgen geblieben. Diese ins Rampenlicht der Medienöffentlichkeit zu rücken, macht einen Waschtag alternativlos.


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