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unabhängig - medienkritisch - mit Spuren von Satire

Hofberichtblogging (6): Hoch lebe unsere alte und neue Bundeskanzlerin!

merkeldankeLiebe Frau Merkel,

ich hatte nie, nicht den kleinsten Bruchteil einer Sekunde an ihrem historischen Wahlsieg gezweifelt. Wenn ich es zuvor nicht wusste, was uns in der Zukunft erwartet, jetzt, da sie ihre nicht ausgesprochenen Versprechen halten werden, weiß ich es. Egal was bevorsteht, ein Aufschwung oder der Sturz in den Abgrund, sie haben immer die richtige Antwort: weiter-so!

Jetzt kann ich erleichtert sagen, es gibt keine formlosere Figur an der Spitze unseres Landes, die uns in die Weltwirtschaftskrise führen könnte. Mit ihnen wird das Grauen der Krise zur Spitze.

Möge ich mich in der Vergangenheit zur falschen Annahme hingerissen habe, ihr Regierungsstil entstamme ihrem Altersstarrsinn, so hat sich meine Einstellung nach den gefühlt kohligen Jahren ihrer ersten Regierungszeit in das Gegenteil verkehrt. Ich kann mich jetzt als offener Bewunderer ihrer Kraft outen. Ein ganzes Land in den Ruin zu treiben, die höchsten Schulden zu verantworten und keine Vision für die Zukunft zu haben, damit sind sie aus dem dicken Schatten ihres großen Vorbilds heraus getreten und haben sein misslungenes Projekt der Wiedervereinigung kompetent übertroffen. Gratulation für diese Meisterleistung!


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Was kommt nach der Demokratie?

demokratischewahlSchön, endlich darf ich wählen, ob die Wünsche der Banken und der Konzerne in einem sachlich-unterkühltem, konservativen Tonfall oder einem besserwisserisch-bedauernden, sozialem Geschwafel zukünftig in den Hofberichtsmedien verbreitet werden. Mit Demokratie im engeren Sinne hat diese Wahl allerdings nichts mehr zu tun.
Zum Glück hat wenigstens dieses unglaubwürdige Gezanke zwischen Regierung und Opposition diesmal ein Ende gefunden. Es macht nun wirklich keinen Sinn mehr, sich die gleichen Argumente mit den gleichen auswendig gelernten Formulierung gegenseitig an die Köpfe zu schlagen. Nur, das Alternativprogramm ist nicht viel besser:
Steinmerkeln - koalieren bis zur Selbstaufgabe.


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wahlgetwitter

wahlgetwitterDas erste politische Wahlbarometer mit Echtzeitauswertung ist online. Es ist eine einfache und geniale Idee: die Tweets auf twitter.com werden nach positiven und negativen Stimmen zu den einzelnen Parteien ausgewertet. Das wirklich gelungene Projekt findet ihr unter wahlgetwitter.de.

Es werden nur Parteien angezeigt, die auch im Bundestag vertreten sind. Die Piratenpartei konnte in einem Überraschungscoup das Parlament entern und die Wahltwittercharts erobern: die Piraten sind die einzige Partei mit mehr positiven als negativen Stimmen :-D

(via telepolis)


Europawahl 2009

Das Ergebnis der Europawahl steht fest, ihr könnte euch die genauen Zahlen beim Bundeswahlleiter anschauen. Die CDU lässt sich feiern, denn sie hat immerhin 6,6 % der Stimmen verloren! Mit 0,7 % Stimmenverluste erhält die SPD ebenfalls eine deftige Ohrfeige. Ob diese allerdings kräftig genug ist, um sie wieder auf den richtigen Kurs zu zwingen, darf ruhig bezweifelt werden.

Wer sind eigentlich die Gewinner? Auf der Guidowelle schwimmt die FDP allen davon und die Piratenpartei segelt nach Brüssel. Schweden wählt einen Abgeordneten der Piratenpartei ins Europaparlament, in Deutschland erreicht die erst vor knapp 3 Jahren gegründete Partei bemerkenswerte 0,9 % Prozent.

Aber der heimliche Wahlsieger heißt wie immer: der Nichtwähler!

eu_2009-06-07_nw
(Grafik von blogwürdig)

In vielen Kommunen wurde heute ebenfalls gewählt. Die größte Überraschung gab es in der Schwaben-Metropole Stuttgart, das nun in grüner Hand ist. Jetzt dürfte das umstrittene Mammut-Projekt “Stuttgart 21″, der Milliarden Euro teure Umbau des stuttgarter Eisenbahnknotens, doch noch wackeln.


Wahl 2009

Der Countdown läuft. Bis zur Europawahl am 7. Juni sind es nur noch wenige Tage. Ich habe mir die Mühe gemacht und für euch die Programme der großen Parteien genaustens analysiert und übersichtlich in einer Tabelle aufbereitet. Bis auf die Jahreszahl hat sich aber ohnehin nicht viel geändert ;-)

Superwahljahr 2009

Vielleicht helfen euch meine beeindruckend genaue Parteienanalyse bei der Wahlentscheidung. Wer allerdings an meinen Ergebnissen zweifelt, der darf auch den Wahl-O-Mat zu Hilfe nehmen.


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